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    meiernberg Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 30. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 16180

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    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    1083 Rezensionen

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    Judicium Salomonis

    Judicium Salomonis (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    23.04.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    "Ausdruck sämtlicher Emotionen"

    Diese Feststellung Charpentiers über Carissimis Kompositionskunst (Booklet S. 20) mag vielleicht selber eine Emotion gewesen sein. Sicher, die eingespielten Motetten und (kleinen) Oratorien (ganze acht an der Zahl) sind hübsche Stücke, gut gemacht und nett anzuhören. Aber "Ausdruck sämtlicher Emotionen"? Das scheint eher auf das Spiel des Boston Early Musik Festival Ensembles zuzutreffen. In bewährter, hochprofessioneller Manier, vokal und instrumental perfekt harmonierend bieten die Musikerinnen und Musiker der "Bostoner" eine hörenswerte Inszenierung der Musik Carissimis. Ein dickes, informatives Booklet mit allen Texten rundet den erfreulichen Eindruck ab. Schön!
    Sämtliche Kantaten für  Tenor & Bass

    Sämtliche Kantaten für Tenor & Bass (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    23.04.2026
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Mal wieder was Neues

    Das weiß man gar nicht mehr und der ausgezeichnete Booklettext hilft einem auf die Sprünge: Die Kirchenkantate im frühen 18. Jahrhundert war eher kammermusikalisch ausgerichtet. Und eigentlich war es Bach, der die Kantate durch eine eher chorsinfonische Praxis „reformierte“ (s.Booklet S.7). Graupner gehörte noch zu denen, die die „alte“ Praxis pflegten und cpo lädt uns nun ein, das zu erleben, besser: zu erhören. Die neue Graupner-CD präsentiert sechs Kantaten für Tenor, Bass und Instrumenten, also ganz in der kammermusikalischen Tradition, ohne Chor. Sie sind alle recht kurz (max, 15 Min.) und ständig im Wechsel zwischen Arien und Rezitativen, in drei Kantaten auch mit Chorälen. Drei Kantaten nehmen eine Sonderstellung ein und bestehen nur aus drei, bzw. vier Arien. Für etwas Abwechslung ist also durchaus gesorgt. Auch wäre der Graupner nicht der Graupner, wenn er nicht auch kompositorisch immer mal wieder für Überraschungen sorgen würde und die Texte nicht musikalisch bestens versorgte. Das tut er aber und so machen die Kantaten durchaus Freude.
    Freude machen auch die Interpreten. Georg Poplutz ist ein prächtiger Tenor, der seine Partien glänzend meistert. Bassist(?) Dominik Wörner macht mich nicht ganz so glücklich. Graupner schreibt zuweilen in recht tiefer Basslage. Wörners baritonale Stimme kommt da vom Volumen her nicht so ganz hin. Die Wahl einer „echten“ Bassstimme wäre da m.E. passender gewesen. Florian Heyericks BachConsortist ist fast schon über jede Kritik erhaben. Fabelhaft machen die das! Fabelhaft auch das Booklet. Ausführliche Kommentaren und alle Texte sind zu finden. Prima: Mal wieder was Neues! Auf hohem Niveau.
    Symphonien op.4 Nr.4-6

    Symphonien op.4 Nr.4-6 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    23.04.2026
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Beste Unterhaltung

    Mit dem Erscheinen der letzten drei Sinfonien Op.4 hat Stagione Frankfurt nun seine Gesamtaufnahme der Sinfonien den Franz Ignaz Beck abgeschlossen. Das ist schön. Zudem hat cpo die GA auch in einer geschmackvollen 4-CD-Box herausgebracht. Alle 12 Sinfonien op.3 und op.4 sind nun kompakt und sehr preiswert verfügbar. Als „Zugaben“ gibt es noch zwei Ouvertüren und vier kurze Ausschnitte aus seinem Melodram „Pandore“ oben drauf. Und? Was erwartet den Hörer? Da wäre erst einmal ein großartiges Orchester. Das auf Originalinstrumenten spielende Ensemble „La Stagione“ aus Frankfurt meistert die Kompositionen unter der Leitung von Michael Schneider auf temperamentvolle und virtuose Art und Weise und macht aus Becks Musik beste Unterhaltung. Nicht mehr? Das liegt sicher nicht an den Interpreten. Doch so interessant Becks Kompositionen auch sein mögen, über die „beste Unterhaltung“ kommen sie nicht hinaus und an Haydns Genialität nicht heran. Vielleicht wollte der Beck ja auch gar nicht mehr, als sein Publikum bestens unterhalten. Beck verzichtet auf effektvolle Instrumentation. Pauken und Trompeten fehlen. Auch deshalb stellt sich eine relative Gleichförmigkeit des Hörerlebnisses ein, das Beck aber zuweilen durch schöne musikalische Einfälle ausgleicht. Wie gesagt: Beste Unterhaltung. CD und Box werden durch schöne und informative Booklets ergänzt. Leider stecken die vier CDs in der Box wieder in dünnen Papier-Hemdchen. Egal. Eine besonders für das Repertoire wertvolle Veröffentlichung!
    Streichquartette Vol.2

    Streichquartette Vol.2 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    23.04.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Erneute Hörarbeit

    In der Rezension zu Vol.1 der Weigl-Streichquartette bei cpo würdigte ich die enorme Leistung des Thomas Christian Ensembles und die anspruchsvolle Hörarbeit, die Hörer der Streichquartette aufbringen müssen. Die neue Weigl-Quartett-CD ist da nicht anders.
    Wieder handelt es sich bei den Quartetten 6 und 4 um über halbstündige Werke. Hinzu kommen drei kurze Intermezzi. Und wieder fordert der Karl Weigl von seinen Hörern ganze Arbeit. Nichts zum Nebenherhören, keine kurzweiligen Einlagen, sondern kapitale
    „Brocken“, die man sich erarbeiten muss. Und wieder hilft der sehr ausführliche Kommentar im Booklet dabei, so dass die CD zu einem echten Kammermusik-Hörerlebnis werden kann. Wertvoll!
    Salterio obbligato

    Salterio obbligato (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.03.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Sehr schön!

    Wussten Sie, was ein „Salterio“ ist? Ich gebe zu: nein! Diese neue wunderschön gestaltete cpo-Neuheit hilft mir auf die Sprünge. Das Salterio ist der Vorläufer (seit 18. Jahrhundert) des Hackbretts. Die Saiten werden mit Klöppeln angeschlagen. Das klingt wunderbar, ungewohnt und intim. Sehr schön. Die Solistinnen und Solisten des nuova aspetto, allen voran die Salterio-Solistin Elisabeth Seitz, bringen den ganzen Zauber des Salterios in allen möglichen Ensembles zum Klingen, Das Programm wechselt zwischen Rezitativen, Arien, Motetten und Instrumentalstücken. Der Klang des Saltertio ist allgegenwärtig. Besonders schön in dem Salterio-Konzert (Track 7) von Comaposada. Toll ist das alles und besonders schön interpretiert. So manchmal klingt das nach Harfe. Ist es aber nicht! Sehr schön – und das sei nochmals betont – ist auch die CD-Verpackung: ein geschmackvoll bebildertes Papp-Klappalbum mit Einstecktasche für das sehr informative Booklet. Toll! Sehr nobel! Auch ein edles Geschenk – oder Selberschenken.
    Symphonie Nr. 2 c-moll op.85

    Symphonie Nr. 2 c-moll op.85 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.03.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Wieder unverständlich

    In meiner Rezension zu seiner 3.Sinfonie vermerkte ich schon, wie unverständlich es ist, dass solche Musik so in Vergessenheit geraten konnte. Die gleiche Feststellung gilt auch für die Aufnahme seiner 2.Sinfonie und seines "Falstaff". Wieso nur? Erklärlich wird das wohl nur an der "Vormachtstellung der Großen" und ggf. auch an einem Überangebot an Sinfonik der Spätromantik. Denn da schläft tatsächlich noch viel in den Schubladen. Schön, dass Dirigent Stockhammer und das RSB Berlin dem in Sachen Kaun nun ein Ende setzen. Denn man höre selbst: Das ist große Sinfonik! Vielleicht in manchen Teilen nicht ganz große, aber doch zu Schade, um nicht aufgeführt zu werden. Und das machen die Musiker aus der Berlin und die Techniker ganz ausgezeichnet. Toll! Kann man nur hoffen, dass die Kaun-Reihe weitergeht.
    Sinfonias

    Sinfonias (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.03.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Goldstücke

    Naja, was hätte der Graupner geleistet, wenn er statt Bach die Stelle als Thomaskantor in Leipzig bekommen hätte. Eines ist sicher: Er hätte viel Kirchenmusik komponieren müssen und wir könnten uns wohl kaum an einer so großen Auswahl an Orchestermusik erfreuen, wie sie uns jetzt vorliegt. Eine schöne Auswahl in bestechender Interpretation präsentiert Dirigent Florian Heyerick mit Il Gardellino auf dieser neuen cpo-Do-CD. 10 Sinfonien in unterschiedlichen Längen und Besetzungen und eine Ouvertüre und Intrada zeigen Graupner als einen begnadeten Orchesterkomponisten voller Ideen und die Interpreten als ideale Verwalter dieser Kunst. Das Booklet liefert informative Texte und der Klang ist sauber und durchsichtig. Was will man mehr? Goldstücke!
    Die Straßensängerin

    Die Straßensängerin (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.03.2026
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    "Wie aus der Pistole geschossen"

    Mit etwas Bauchschmerzen zitiere ich die Formulierung aus dem Booklet (S.5), die kennzeichnen soll, in welchem Tempo der Leo Fall seine Operette zu Papier brachte. Die Handlung ist uns ja seit "My fair Lady" bestens bekannt. Leo Falls Operette von 1921 hat jedoch nicht ansatzweise die Popularität von Loewe Musical erzielt, das erst 1956 uraufgeführt wurde. Dabei haben beide den Pygmalion-Stoff von Shaw adaptiert, der die Geschichte vom Blumenmädchen (hier Straßensängerin) zur feinen Lady beschreibt. Natürlich hat Loewes Musik den typischen Musical-Schwung. Doch auch Leo Falls Stück hat Feuer, Temperament und das ganz typische Operetten-Flair. Dafür sorgt das kompetente Ensemble aus Leipzig unter Leitung von Tobias Engelt. Die kennen sich aus mit stilgerechten Interpetationen. Die sängerischen Leistungen sind durchweg gut, die instrumentalen noch besser. Da es sich um keine Live-Aufnahme sondern eine Studio-Produktion handelt, stimmt auch die Technik. Eine schöne Ergänzung des Repertoires.
    Bass-Kantaten

    Bass-Kantaten (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.03.2026
    Booklet:
    3 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Für Spezialisten

    Immer wieder bringt cpo Aufnahmen auf den Markt, die zu den Randbereichen zählen, echte Raritäten eben. Diese Kantaten-CD Stradellas gehört dazu. Vier Kantaten versammeln sich da und handeln von Helden, Weisen und Tyrannen. So kann man die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen ansprechen. Und das gelingt Bariton Mauro Borgioni vortrefflich. Sicher, in den tiefen Lagen schwächelt er etwas, aber was die Gestaltung angeht: bestens! Ergänzt wird das Programm von zwei Instrumentalstücken, hervorragend interpretiert von den Solisten der Gruppo Cameristico. Das Booklet enthält alle Texte. Leider nicht in deutscher Übersetzung. Eine CD für Spezialisten!
    Streichquartett Nr. 4 e-moll op.66

    Streichquartett Nr. 4 e-moll op.66 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.03.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Weiter auf hohem Niveau

    Zu Gernsheims groß angelegten Streichquartetten (wieder beide über eine halbe Stunde Dauer) wurde schon manches geschreiben, u.a auch seine angebliche Brahms-Nähe. Natürlich kann man - auch wenn man diese beiden eingespielten Stücke hört - wieder Ähnlichkeiten feststellen. Aber man sollte ehrlich sein: Bei vielen Kompositionen verschiedener Komponisten kann man immer wieder "Verwandtschaften" erkennen, wenn man sie denn erkennen will. Ich will das gar nicht, sondern genieße diese beiden Gernsheim-Stücke, die vom Diogenes Quartett vorbildlich eingespielt wurden. Das lohnt sich für jeden Kammermusikfreund. Brahms hin oder her...!
    Symphonien Nr.1-9 / Werke für Kammerorchester (erweiterte Neuauflage)

    Symphonien Nr.1-9 / Werke für Kammerorchester (erweiterte Neuauflage) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.03.2026
    Booklet:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Ein starkes Stück

    Das sind schon „starke Stücke“ – im absolut positiven Sinn gemeint - , die cpo da nach und nach auf den Markt bringt. Wunderbare Sammlungen und Gesamtausgaben in schön gestalteten Papp-Boxen. Zudem ausgestattet mit umfangreichen Booklets. Leider die CDs in dünnen Papierhemdchen.
    Dies neue „starke Stück“ ist die GA der Orchesterwerke von Egon Wellesz, seine acht Sinfonien und sechs Werke mit Kammerorchester. Das ist tolle Musik und niemand muss Angst vor zu schrägen, gar atonalen Tönen haben. Klar der Wellesz stürzt sich auch in harmonische Innvationen. Doch immer hat er auch den Hörer im Blick, der seine Musik verstehen und „mögen“ muss. Die Aufnahmen mit dem ORF-Orchester und Ensemble Kontrapunkt machen das „Mögen“ leichter. Sehr gute Interpretationen bestens aufgenommen. Wieder einmal ein jpo-Lichtblick am zuweilen so eintönigen Repertoire-Himmel.
    Kirill Petrenko conducts Josef Suk

    Kirill Petrenko conducts Josef Suk (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.03.2026
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    "Des Suks neue Kleider"

    So oder so ähnlich könnte man (humorvoll) die neue "Verpackungsstrategie" von cpo nennen: weg von den Plastik-Cases hin zu Papp-Schachteln. Das ist sehr lobenswert, weil es Platz spart und die Umwelt entlastet. So auch mit dieser Suk-Box. Über die Qualität der Aufnahme kann man streiten. Ich finde sie toll und die Leistung des Berliner Orchesters ganz erstaunlich! Da hat Dirigent Petrenko gute Arbeit geleistet. Wenn man bei cpo nun noch die dünnen, plastikgefütterten Papierhemden abschaffen würde und Papphüllen wählte, dann wäre das ganz toll. So nur toll!
    Kammermusik (erweiterte Neuauflage)

    Kammermusik (erweiterte Neuauflage) (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.02.2026
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Boxen-Lob und -Tadel

    Die Einzelaufnahmen der Quartette, Trios etc. sind nach dem Erscheinen zumeist schon gebührend gewürdigt worden. Wunderbare Stücke, erstklassig interpretiert. An dieser Stelle soll jedoch von mir (letztmalig) die "Boxenpolitik" von cpo kommentiert werden. Denn einiges gibt es dazu doch zu sagen. Primär das Positive: Es ist ganz toll, dass cpo mehr und mehr dazu übergeht, Gesamtausgaben oder Sammlungen als Wiederveröffentlichungen sehr preiswert zu veröffentlichen. Manchmal auch mit aktuellen Ergänzungen - wie bei dieser Pfitzner-Box. Präsentiert werden diese Boxen - Gott sei Dank - nicht mehr in den umweltschädlichen Plastik-Cases, sondern in schön gestalteten Papp-Schachteln zum Aufklappen. Das ist sehr erfreulich. Zudem wird den Boxen i.d.R. ein sehr umfangreiches Booklet beigelegt. Alles schön und gut. Doch es ginge noch besser: Bis auf wenige Ausnahmen wurden die CDs der Boxen in dünne, weiße, mit Plastik gefütterte Papierhemdchen gesteckt, was den durch die Papp-Schachteln erzielten Umweltvorteil konterkariert. Zudem entsteht ein Nachteil im Handling: Um bei vielen Tracks eine bestimmte Nummer zu finden, muss man erst im Booklet nachblättern, um CD und Trackstelle zu finden. Wieviel einfacher, praktischer und stabiler wären da die von anderen Labeln zumeist bevorzugten Papp-Hüllen, die ausführlich bebildert, beschriftet und viel stabiler sind. Zudem beklage ich die fehlenden Gesangstexte und Libretti bei Opern o.ä.. Die finden sich nicht mehr im Booklet, sondern müssen extra downgeloadet werden. Nicht gerade praktisch. Denn die Texte muss man dann noch ausdrucken und schließlich: Wohin mit dem Text? Ein letzter Hinweis: In vielen Booklets wurde wohl aus Platzersparnis ein so kleiner Schrifttyp gewählt, dass manche Leser erst nach einer Lupe greifen müssen. Sollten ein paar Seiten mehr zu geringen Mehrkosten führen, gerade Leute mit schwächeren Augen würden es cpo danken. Soweit Lob und Tadel. Wohl gemerkt: Ich bin ein echter cpo-Fan! Deshalb erlaube ich mir diese - auch kritischen - Hinweise, weil sie dazu dienen sollen, die Produkte dieses außergewöhnlichen Klassik-Labels zu verbessern. Vielleicht tut sich da ja noch was...!?
    Orchesterwerke

    Orchesterwerke (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.02.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Gelungene Reverenz

    Wenn man den Lebenslauf der Mel (eigentlich: Melanie) im Booklet gelesen hat (sofern man die schrecklich keine Schrift entziffern konnte), kann man nur zu einem Schluss kommen: Dieser Frau die Reverenz zu erweisen, ist mehr als berechtigt und schon längst überfällig. cpo (natürlich cpo!!) hilft diesem Missstand nun ab und legt eine CD mit 16 Stücken vor, die Mel Bonis' Orchesterschaffen ausmachen, häufig Orchestrierungen von Klavierwerken. So auch das Hauptwerk auf dieser CD, die drei Frauen-Skizzen: Cleopatra, Ophelia und Salome. Zum Ende des Programm finden sich drei Lieder für Soli und Chor. Hört man das Programm durch, so vernimmt man eine bedeutende Stimme des französischen Impressionismus, die sich hinter den ach so bekannten Kollegen nicht zu verstecken braucht. Auch deshalb, weil die Interpretationen mit den zwei Solistinnen und WDR-Kräften in besten Händen liegen. Dirigent Joseph Bastian führt das ganze Unternehmen souverän zum Ziel. Das Booklet ist prima, wenn auch - wie schon gesagt - man für die kleine Schrift fast eine Lupe braucht. Liebe cpo-Leute: lieber eine Seite mehr und dafür eine größere Schrift!. Eine tadellose Aufnahmetechnik ist ja mittlerweile Standard. Eine wertvolle Veröffentlichung.
    Walzer, Intermezzi, Märsche - "Wiener Praterleben"

    Walzer, Intermezzi, Märsche - "Wiener Praterleben" (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.02.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Gute-Laune-Musik

    Wer kennt ihn nicht den schmissigen Sportpalast-Walzer mit den nachdrücklichen Pfeifen-Einwürfen. Wer schon mal da war, pfeift mit. Toll ist das! Weniger toll ist, dass wohl nur wenige die "Quelle", den Ursprung dieses besonders in Berlin so populären Musikstücks "Wiener Praterleben" (im Original ohne Pfeifen) kennen. cpo schafft nun mit dieser neuen CD und insgesamt 13 Walzern, Märschen und Intermezzi des Berliner Komponisten Siegfried Translateur Abhilfe. Nun, der CD-Titel "Wiener Praterleben" suggeriert Wien als Austragungsort. Schnell wird aber im Booklet klar, dass Berlin das Zentrum seines Lebens war, das so tragisch im KZ endete. Wie heißt es im Booklet so schön: "Ein liebenswürdiger Meister der leichten Muse". So ist es! Wer mal verdrießlich oder schlecht gestimmt ist, der greife zur "leichten Muse" des Translateur und darf auch mal getrost zum "Wiener Praterleben" pfeifen. Die Nürnberger Sinfoniker unter Dirigent Horstmann untersützen diese "Therapie" nach besten Kräften. Eine schöne CD, die nur Freude macht.
    Der Prinz von Schiras (Operette in 3 Akten)

    Der Prinz von Schiras (Operette in 3 Akten) (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.02.2026
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Muss man das mögen?

    Ja oder Nein. Die Antwort muss jeder Musikfreund selber finden. Und das ist gar nicht so leicht. Denn mit dieser musikalischen Stilmixtur, in die Joseph Beer seine High-Society-Liebesgeschichte verpackt, muss man erst einmal verdauen. Und dann: Entweder man verträgt sie und bewundert das Stück oder - na ja - man kommt nicht klar damit, weil man die ganze Szene für überreizt hält. Ich tue mich schwer, adele die Operette aber schon deshalb, weil sie zur Nazi-Zeit verboten war. Kein Wunder! Das braune Volk war ja zumeist humorlos und hatte nichts übrig für "artfremde" Klänge und Inhalte. Außer Frage steht, dass Beer ein schwungvolles, schillerndes und mitreißendes Stück Musiktheater gelungen ist, egal ob man seiner Musik nahe steht oder nicht. Gut ist sie und ebenso gut verwirklichen Ensemble, Chor und Orchester der Oper Regensburg die Aufführung. Da müssen die Interpreten schon gut drauf sein, um den ganzen Schwung dieser Musik über die Rampe zu bringen. Dirigent Stefan Veselka macht das prima und es verwundert erneut, welch hohes Niveau "in der Provinz" erreicht wird! Leider verzichtet das Booklet ganz auf ein Libretto. Auch kein Download. Bedauerlich! Trotzdem: ein Fest für Operettenfreunde - oder doch nicht?
    Sieg der Schönheit TWV 21:10 (Singspiel in 3 Akten)

    Sieg der Schönheit TWV 21:10 (Singspiel in 3 Akten) (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    19.02.2026
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Die Musik ist es, ...

    ...die hier - bei Telemann wieder einmal - fesselt und beeindruckt. Die Handlung um Liebe und Eifersucht und allerlei Wirrungen und Irrungen ist "gewöhnlich" und entsprach wohl dem Zeitgeschmack. Im ausführlichen Booklettext kann man nachlesen, wie Telemann selbst an der Konzeption arbeiten musste, um sie den Bühnen in Hamburg und Braunschweig anzupassen. Dafür ist die Musik toll. Grandiose Chöre (z.B. Nr.6 Herrscher der Völker) wechseln ab mit Rezitativen und Arien. Insgesamt über 80 Nummern hat Telemann in Töne gesetzt. Womit ich zu den Interpreten komme: Die Berliner Akademie für Alte Musik ist (fast) über alle Kritik erhaben und Dirigent Michael Hofstetter wahrlich ein Kenner Alter Musik. Entsprechend hochklassig sind diese Interpreten. Auch die Solistinnen und Solisten sind insgesamt noch gut, wenngleich Sopranistin Im noch an ihrer Aussprache arbeiten kann und Bariton Dietrich Henschel wohl doch seine beste Zeit hinter sich hat. Kein(e) Gesangssolist(in) ragt heraus. Leider! Die Aufnahmetechnik stimmt und das Booklet liefert neben wertvollen Infos eben kein Libretto. Das muss man sich wieder extra downloaden. Zudem stecken die drei CDs der schönen Pappbox wieder in den dünnen, weißen Papier-Hemdchen. Schade. Was könnte diese Publikation aufgewertet werden, würde man das ändern! Doch auch so wieder ein wertvoller Telemann-Beitrag von cpo.
    Zoroastre-Suite (1749)

    Zoroastre-Suite (1749) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.02.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Kunstvoller Barock

    Bei kunstvoller Barockmusik hängen die Gedanken der meisten Musikfreunde sicher bei Bach und Händel fest, Telemann auch noch (besonders bei cpo). Dabei lohnt sich ein Blick zu unseren Nachbarn. Kenner wissen das längst: Mit Jean-Philippe Rameau lebte in Frankreich ein Komponist höchsten Grades, der es wie kaum ein anderer verstand, seine Musik suggestiv wirken zu lassen. Besonders Rameaus Opern strotzen nur so vor diesen "Klangmalereien", die Rameau mit den Mitteln seiner Zeit eindrucksvoll verwirklichte. Zeugnis davon liefert das L'Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg mit zwei Orchestersuiten des Meisters: "Zoroastre" (mit 20(!!) Stücken) und "Les Indes galantes" (8 Stücke). In bewährter Manier kostet das Ensemble alle Facetten der einfallsreichen Kompositionskunst Rameaus mit Temperament und Virtuosität aus, so dass man nur noch staunen kann und... genießen!
    Streichquartette Vol.4

    Streichquartette Vol.4 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.02.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Wer's noch nicht kennt...

    muss hier zugreifen, besser: zuhören. Das ist tolle Musik und ich verweise auf meine Rezensionen der ersten Folgen der Streichquartette des FMB und die zeitgleich erschienene GA. Für Kammermusikfreunde ist das ein reines Hörvergnügen und nicht nur für die: Dies ist eine CD, die neue Freunde der Streichquartett-Musik finden sollte. Prima!
    Sämtliche Streichquartette

    Sämtliche Streichquartette (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.02.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Belohnung für das "Weiter so"

    "Weiter so". Das war meine Devise bei den Rezensionen der Einzel-CDs der Streichquartette des Felix Mendelssohn-Bartholdy. Die neue nun erschienene Box mit den kompletten Streichquartette auf vier CDs geht "als Belohnung für das Weiter so" noch weiter und packt zudem Fannys Streichquartett und zwei Frühwerke des Felix mit dazu. Das Minguet Quartett ist mit den Werken bestens vertraut. Das hört man mit jedem Ton. Die vier Mitglieder engagieren sich mit Leib und Seele, Virtuosität, Temperament und Geführ für diese Kammermusikwelt. Das ist schön zu hören und begeistert. Deshalb: Wer noch nicht im Besitz der Streichquartette des FMB ist, der greife zu dieser Box. Da lohnt nicht nur die Qualität der Musik, sondern auch die Präsentation und das informative Booklet.
    Symphonie Nr. 2

    Symphonie Nr. 2 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.01.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Framing oder Epigone?

    Oder gar dem Eklektizismus verfallen? Der eigentlich recht informative Booklettext bringt all diese "Eigenschaften" ins Spiel, wenn es um die Bewertung von Mendelssohns 2.Sinfonie geht. Sicher, Mendelssohn hat den ersten Satz als eine Bruckner-Hommage verfasst und bedient sich auch sonst mancher vertrauter Stilmittel der Romantik. Aber wenn jemand Teile zusammenrührt und aus dem Gemenge mit eigener Würze Neues schafft, dann ist er nichts von alledem. Vielleicht ein romantischer Freigeist, der sich wohl fühlt in seiner Welt. Wie heißt es so schön im Booklet auf Seite 7: "Anton Bruckner hätte niemals so komponiert" und wohl auch kein anderer. Mendelssohn eben, der Groß-Cousin des großen Felix. Die Sinfonie ist kraftvoll und sehr lebendig, das Violinkonzert ein dankbares Virtuosenkonzert. Schöne Beispiele der auslaufenden romantischen Epoche. Die Hamburger Sinfoniker unter der Leitung von Dirigent Ulrich Windfuhr und Geigerin Ziling Guo machen ihre Sache großartig, der Klang ist weiträumig und transparent. Eine - ggf. unwichtige - Anmerkung kann nich mir nicht verkneifen: Auf dem Boolet-Cover wird zuerst die Sinfonie und dann das Violinkonzert genannt. Auf der CD ist es genau umgekehrt und auf dem Case-Rücken wird nur das Violinkonzert genannt. Von der Sinfonie keine Spur. Das soll mal einer verstehen...!? Ansonsten eine sehr zu begrüßende CD.
    Geistliche Kantaten

    Geistliche Kantaten (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    23.01.2026
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Meisterwerk oder Massenware?

    Der Manfred Cordes ist mit seinem Bremer Ensemble immer auf der Suche nach Werken rund um die Renaissance. Eine Menge Einspielungen - besonders bei cpo - zeugen von dieser Entdeckerlust. Und doch wird man mal fragen dürfen, ob alles, was in der Zeit der Renaissance und des Frühbarock so komponiert wurde - und das war wohl doch eine ganze Menge - eine Aufnahme wert ist. Welche Himmelsrichtung auch immer, das Klanggeschehen dieser Zeit ist doch bei allen Komponisten recht ähnlich, weil sie zumeist kirchlich oder fürstlich bstimmt war. Da macht auch der Vincenzo Albrici keine Ausnahme. Der Italiener wurde an den schwedischen Hof engagiert und komponierte auf recht strenge, "katholische" Weise fast ausschließlich geistliche Werke. Cordes hat aus dem umfangreichen Schaffen sieben Kantaten und zwei Sinfonias ausgewählt, Musik, die typisch ist für die Zeit: stark polyphon, instrumental gestützt und mit lateinischem Text. Cordes und sein Ensemble musizieren in gewohnt hochklassiger Qualität. Das fünfköpfige Sängerensemble unterstützen acht Instrumentalisten, die allesamt hervorragend sind. Die Aufnahme aus der Stiftskirche Bassum klingt offen und transparent. Lediglich das Booklet begeistert mich nicht. Ausführlich wird die Epoche am skandinavischen Hof beleuchtet. Leben und Werk des Albrici kommen mir zu kurz. Zu den eingespielten Werken fehlt gar jede Anmerkung. Zu den lateinischen Texten der Kantaten gibt es eine Übersetzung: nur englisch, nicht deutsch. Das mag enttäuschen, weil nicht alle Musikfreunde so gut englisch können, erst recht nicht lateinisch. Nun gut! Ob diese neue Cordes-CD nun Meisterwerke oder Massenware enthält, mag jeder Hörer selbst entscheiden. Viel Spaß!
    Klavierquartette Es-Dur op.13; a-moll op.43; g-moll op.110

    Klavierquartette Es-Dur op.13; a-moll op.43; g-moll op.110 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.01.2026
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Mehr als nur "Bergisches Heimatlied"

    Das gibt es - leider - immer wieder: Ein Komponist wird auf ein kleines Werk reduziert oder gänzlich vergessen. Von dem Herrn Brambach nahm bislang wohl kaum ein Produzent oder Musiker Noitz. Keine CD. Nichts! Nur Noten und die betreffen sein - durchaus populäres - "Bergisches Heimatlied". Doch er konnte mehr und dank cpo und sechs Musikerinnen und Musikern wird nun produziert. Gleich eine Doppel-CD! Seine drei Klavier-Quartette und sein Klavier-Sextett (!!) stehen auf dem Programm dieser Einspielung. Und wie klingt das? Der Brahms-Zeitgenosse klingt eher nach Schumann. Brambachs Musik fehlt die norddeutsche Schwere eines Brahms. Dafür hört man mehr die Rheinländische Heiterkeit seiner Heimat. Die Interpretation ist über jede Kritik erhaben. Die Sechs spielen super und ihnen gebürt die Anerkennung für die Entdeckung eines Verkannten.
    Streichquartette Nr.4-6

    Streichquartette Nr.4-6 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.01.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    van der Pals zum Vierten

    Das ist nun schon die vierte van-der-Pals-CD bei cpo. Gut ist das und ein Beweis, dass es bei Komponisten immer noch mehr zu entdecken gibt. Bei der Musik des Herrn van der Pals ist das nicht so einfach. Sie schwankt zwischen romantischem Wohlklang und Neuerungen in Melodie und Harmonie. Da muss man sich schon stellenweise reinknien. Die Flötistin Ulla Miilmann und das Van Der Pals Quartett machen es dem Hörer mit perfektem Spiel leichter, den Zugang zu dieser Musik zu finden. Die drei Quartette und das Flöten-Quartett sind jeweils viersätzig konzipiert und nur zwischen 9 und 13 Minuten lang. Da staunt man nicht schlecht, wenn man zum Schlussstück kommt, dem unvollendeten, seiner Frau Marie in Liebe zugedachten Quartett von 1907: drei Sätze mit einer Gesamtspieldauer von über 24 (!!) Minuten. Den vierten geplanten Satz komponierte van der Pals nie. Berlin war nicht die zuvor italienische Inspiration. Nun gut! Aber gerade diese "Unvollendete" dürfte in seinem romantischen Gefühlsüberschwang einen besonderen Zugang zu seiner Musik eröffnen. Diese neue CD ist der beste Weg dazu.
    Flötentrios op.71 Nr.1-3

    Flötentrios op.71 Nr.1-3 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.01.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Danzi konnte es! Und wie!

    Wieder einmal lobe ich die spritzig-informative Produkt-Info. Da steht eigentlich schon alles drin, was man zu Danzis Werken wissen sollte. Flöten-Trios gehören ja nicht eben zum Standard-Repertoire. Es ist schon erstaunlich, dass Danzi ein Kammermusikwerk von über 23 Minuten Länge (Nr.1) komponierte. Im Verlauf der Zählung wurden sie immer kürzer: Nr.2 : 19 Minuten, Nr.3: 14 Minuten. Nun ist es ja nicht so, dass Danzi zunehmend nichts mehr eingefallen wäre. Es ist nur der Beweis, dass man auch musikalische Gedanken - seien sie auch noch so heiter und beschwingt - raffen kann. Das Trio dieser Aufnahme meistert diese Aufgaben auf vorbildliche Weise. Wie gesagt: Der Danzi konnte es, diese Interpreten aber auch! Schön!
    51 bis 75 von 1083 Rezensionen
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