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    Schnuck55

    Aktiv seit: 16. Juli 2021
    "Hilfreich"-Bewertungen: 1

    Bitte beachten Sie

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    99 Rezensionen

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    A Place to Shine

    Lilly Lucas
    A Place to Shine (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.08.2023

    Schön, aber kommt an die Vorgänger nicht heran

    Auf der nächtlichen Heimfahrt nach einem Treffen wird Poppy, die jüngste der McCarty-Schwestern Ersthelferin bei einem Autounfall. Ausgerechnet Trace Bradley, der bekannte Countrysänger, von dem Poppy einst so enttäuscht wurde, ist der Verletzte. Aus Pflichtgefühl begleitet sie ihn ins Krankenhaus und wird dort für seine Freundin gehalten. Natürlich stürzt sich die Klatschpresse sofort auf die Geschichte. So müssen von Trace' Management alle Register gezogen werden, um den "Schaden" zu begrenzen.

    Poppy ist das Nesthäkchen der Familie McCarty. Entsprechend ist ihre Rolle in diesem Kreis. Mit ihrem Baumhaushotel hat sie noch nicht den gewünschten Erfolg und ist deshalb immer in Geldnot. Nur deshalb lässt sie sich widerwillig auf einen Deal ein. Sie weiß eigentlich, was sie will und hatte Pläne für ihr Leben, die der plötzliche Tod ihres Vaters durcheinander gebracht hat. Umso enttäuschter ist sie von Trace, bei dem sie vor fünf Jahren Trost gesucht hat. Durch seine verletzende Handlungsweise hat er ihr Vertrauen zerstört. Doch Poppy und Trace müssen sich wohl oder übel zusammenraufen. Wir begleiten sie durch alle Höhen und Tiefen ihrer Gefühle.

    Keine Frage: Cherry Hill ist ein Wohlfühlort, die Familie authentisch und herzlich, die Story ist plausibel, trotzdem sind bei mir die Gefühle nicht so ganz angekommen. Das mag vielleicht auch an meinem Alter und dem eingerosteten Englischkenntnissen liegen. Dafür kann die Autorin nichts. Das Buch empfehle ich deshalb vor allem auch jungen Leser*innen gerne weiter und gebe gute 4 Sterne.
    Die verlorene Tochter

    Soraya Lane
    Die verlorene Tochter (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.08.2023

    Unterhaltsamer Familienroman mit tollem Rahmen

    Kellermeisterin Lily ist glücklich mit ihrem Beruf, den sie ihrem früh verstorbenen Vater zu verdanken hat. So sammelt sie derzeit Berufserfahrungen in den großen Weingütern der Welt. Kurz vor ihrer Abreise nach Italien erhält sie von einer Kanzlei ein Erbstück ihrer längst verblichenen Großmutter ausgehändigt. Die kleine Schachtel, die in einem Londoner Mutter-Kind-Haus gefunden wurde enthält nur zwei mysteriöse Zettel: Ein italienisches Rezept und einen Abriss eines Programms der Mailänder Scala von 1946. Was hat das zu bedeuten? Mit Hilfe des sympathischen Winzersohnes Antonio begibt sich Lily in Italien auf die Suche nach ihren Wurzeln.

    In zwei abwechselnden Zeitsträngen erzählt uns Soraya Lane erstens von der Suche Lilys und Antonios nach der Identität ihrer Oma, zweitens eine herzzerreißende, berührende Liebesgeschichte zwischen der Ballerina Estee und dem Bäcker Felix, die durch Intrigen der Familie nicht zusammen kommen können. Geschickt verbindet sie diese Stränge, verrät aber nie zu viel, so dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt.

    Die Protagonistinnen sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart sind alle authentisch und zumeist sehr herzlich charakterisiert. Das toll beschriebene italienische Lebensgefühl und der landschaftliche Rahmen laden zum Träumen ein, ebenso wie das romantische Cover. Ein wunderbares, unterhaltsames, lesenswertes Buch für Musestunden! Es ist der erste Band einer achtteiligen Saga um verlorene Töchter in der ganzen Welt. Ich freue mich auf die weiteren Geschichten. 5 Sterne
    Mein großes Sachen suchen: Alle Tiere der Welt

    Susanne Gernhäuser
    Mein großes Sachen suchen: Alle Tiere der Welt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.08.2023

    Schönes, großes Tier-Suchbuch mit Wimmelbildern

    Meine Enkelin ist zweieinhalb Jahre alt und liebt es, Neues zu entdecken. Tiere sind dabei sowieso immer hoch im Kurs. Daher war dieses Buch für mich die richtige Wahl. Es hat ein etwas größeres Format als die üblichen Pappbilderbücher für die ganz Kleinen, liegt aber immer noch gut in der Hand und die kleine Leser*innen können selbstständig blättern. Das Cover zeigt die Tiere der Savanne, die auch im Innenteil noch vorkommen. Es gibt also selbst auf dem Einband schon einiges zu entdecken und einige beliebte Tiere wie Zebras, Elefanten und Giraffen laden zum Anschauen ein.

    Der Innenteil ist für mich sinnvoll gegliedert in verschiedenen Lebensräume: Auf der Wiese, am Wasser, in den Bergen, im Wald, in der Savanne, in der Wüste, im Regenwald, im hohen Norden, am Korallenriff, in Australien und an den Polen. Jedem Lebensraum ist eine Doppelseite gewidmet, wobei eine Illustration des Gebietes den meisten Raum einnimmt. Lediglich am linken Rand befindet sich ein abgegrenzter Bereich mit jeweils einem kurzen, erklärenden Text und darunter einigen Tieren, die man suchen kann. Hier sind, anders als auf der Illustration, auch die Namen der Tiere angegeben, die man im großen Bild suchen kann. Der Text enthält manchmal Infos zu den Lebensräumen oder zu einzelnen Tieren und endet meist mit einer Frage, die ebenfalls zum Suchen einlädt.

    Mir gefällt, dass sich die Kinder so lange mit dem Buch beschäftigen können und wollen. Sie können die Suchaufgaben lösen, einfach selbst die Bilder erkunden und neues entdecken, ihren Wortschatz erweitern und beim gemeinsamen Anschauen kommt man leicht ins Erzählen. Die Illustrationen sind farbenfroh und wimmeln von kleinen und großen Tieren in ihrer gewohnten Umgebung. So wird spielerisch erstes Wissen über die Tiere der Welt gesammelt. Wir schauen das Buch immer wieder gern an. 5 Sterne
    Wieso? Weshalb? Warum?, Band 73: Komm mit zum Reiten

    Andrea Erne
    Wieso? Weshalb? Warum?, Band 73: Komm mit zum Reiten (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.08.2023

    Als erster Kontakt mit dem Reiten wertvoll

    Komm mit zum Reiten! Band 73 der Reihe Wieso? Weshalb? Warum? zeigt Kindern zwischen 4 und 7 Jahren alles Wissenswerte über den Umgang mit Ponys, Pferden und über das Reiten. Das Cover ist gewohnt einladend gehalten und zeigt ein Mädchen, das gerade Balanceübungen während des Reitens an der Longe macht. Gerade für Kinder, die noch keinerlei Erfahrung mit dem Reiten haben, sich aber dafür interessieren oder es einmal ausprobieren möchten, ist das Buch sehr informativ. Es beantwortet reichlich bebildert und in leicht verständlichen Worten die wichtigsten Fragen, die Kinder zum Reiten stellen könnten. Es zeigt Situationen auf dem Reiterhof und wie man ein Pferd kennen lernen kann, es informiert über die richtige Pflege, das Aufsitzen und verschiedene Gangarten. Dabei wird auch immer wieder darauf geachtet zu erwähnen, dass man respektvoll mit den Tieren umgehen muss, was ich sehr positiv bewerte. Auch wird gleich klar, dass ein Pferd zu reiten nicht nur bedeutet, dass man aufsteigt und los geht's. Es gehört sehr viel Verantwortung für das Tier dazu.

    Ebenfalls gezeigt werden Dinge, die man für das Reiten braucht, wie spezielle Kleidung und Putzzeug. Es wird geklärt, wie eine Reitstunde abläuft, wie man dem Pferd Anweisungen gibt, was ein Hufschlag ist und was man nach dem Reiten beachten muss. Eine Seite zum Voltigieren und zu beliebten Reiterspielen vervollständigt das Angebot für wissbegierige Pony- und Pferdeliebhaber*innen. Neben den üblichen Klappen, unter denen man spezielle Infos oder auch eine Entwicklung der Handlung entdecken kann, gibt es am Ende des Buches noch Figuren zum Heraustrennen, mit denen man die verschiedenen Hufschläge nachreiten kann. So werden die Kinder mit eingebunden und durch das Tun das Wissen gefestigt. Die Illustrationen sind wieder sehr gut gelungen und helfen sehr beim Verstehen des Textes. Außerdem gibt es viel zu Entdecken. Für alle interessierten Kinder mit wenig Erfahrung im Reiten eine lohnende Anschaffung. 5 Sterne
    Das Pensionat am Holstentor: Frühlingstöchter

    Anna Perbandt
    Das Pensionat am Holstentor: Frühlingstöchter (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.08.2023

    Gegen alle Konventionen

    Travemünde 1899. Komtess Nora ist trotz ihrer 16 Jahre ein kleiner Wildfang. Viel lieber als mit ihrer Gouvernante zu lernen, ist sie draußen in der Natur oder im Stall bei ihrem Freund Karl, der sich um die Pferde kümmert. Ihrem älteren Bruder Henry ist das ein Dorn im Auge. Durch die Krankheit der Mutter und der langen Abwesenheit des Vaters trägt er die Verantwortung für sie. So beschließt er, Nora nach Lübeck in das renommierte Pensionat am Holstentor zu schicken. Trotz anfänglichen Widerstands gefällt es Nora dort. In Agnes, Lotta und Fanny findet sie schnell Freundinnen und auch die aufgeschlossene Lehrerin Gesche Petersen ist ihnen sehr zugetan. Alles könnte wunderbar sein, wären da nicht die Klassenunterschiede, die das Leben und das Lieben schwer machen.

    Anna Perbandt hat eine leicht lesbare, unterhaltsame Geschichte geschrieben, die mich sehr an meine Kinder- und Jugendbücher erinnert. Schon damals wäre ich gerne eine der Internatsschülerinnen gewesen. Die historische Lübecker Kulisse, die Freundschaft und der Zusammenhalt der vier Mädchen, die zugängliche Lehrerin Gesche, die die Schülerinnen bestärkt und unterstützt, wirken authentisch und überzeugend. Natürlich darf auch der Gegenpart in Person der verknöcherten Pensionatsleiterin Fr. Eggers nicht fehlen.

    Vor allem geht es in diesem Roman aber um die Liebe, die durch Klassenunterschiede und Standesdünkel fast unmöglich scheint, sowie um das Rollenbild der Frauen dieser Zeit. Mir hat das Buch gut gefallen. Ich freue mich auf die Fortsetzung "Sturmschwestern" im Herbst 2023.

    4,5 Sterne
    Weinberg, J: Kinder der Luftbrücke

    Juliana Weinberg
    Weinberg, J: Kinder der Luftbrücke (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.07.2023

    Fesselnd vom Anfang bis zum Ende

    Nora lebt zusammen mit ihren Kindern Veronika und Jörg, sowie ihrer Mutter Else und Schwester Hanna in einer kleinen Wohnung in Westberlin. Joachim, ihr Ehemann gilt seit fünf Jahren als vermisst. Die Zeiten sind hart, die Familie kommt nur sehr schwer über die Runden, hungern ist angesagt. Umso erfreulicher ist es für Nora, dass sie bei den US-Alliierten am Flughafen Tempelhof Arbeit als Übersetzerin findet. Dort begegnet sie dem Piloten Matthew, für den sie alsbald Gefühle entwickelt. Hat diese Liebe eine Chance?

    Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt und nicht mehr losgelassen. Juliana Weinberg hat es geschafft, einen realistischen Roman über die schlimmen Nachkriegszeiten mit einer emotionalen und romantischen Liebesgeschichte zu verknüpfen. Es sind schwierige Lebensumstände für die Menschen in Westberlin. Durch die Russen abgeriegelt, müssen sie über eine Luftbrücke mit dem Nötigsten versorgt werden. Nora braucht diese Arbeit bei den Alliierten und sie geht darin auf. Dass sie sich in Matthew verliebt ist Schicksal. Doch man spürt ihre innere Zerrissenheit, Schuldgefühle gegenüber ihrem vermissten Gatten und auch ihrer Tochter, die immer noch hofft, dass der Vater zurückkehrt.

    Der fließende Schreibstil und die bildlichen Beschreibungen ließen mich das Buch fast in einem Rutsch durchlesen. Das Cover mit den sehnsüchtig zum Himmel blickenden Kindern und dem kleine Fallschirm runden das Ganze noch ab. Dafür gebe ich gerne fünf Sterne und eine Leseempfehlung!
    Meine Süperküche

    Meltem Kaptan
    Meine Süperküche (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.07.2023

    Türkisch kochen mit Gelinggarantie

    Das kompakte Kochbuch mit türkischen Rezepten hat knapp 200 Seiten, auf denen die vom TV bekannte Meltem Kaptan 60 Familienrezepte alltagstauglich präsentiert. Nach einem Vorwort folgen die Sparten Vorspeisen, Suppen und Eintöpfe, Hauptgerichte, Nachspeisen und die Register. Jedes Rezept ist - auch mit türkischem Namen - doppelseitig mit Zutaten, Anleitung und großem Foto dargestellt. Teilweise werden auch die Zubereitungsschritte abgebildet. Piktogramme zeigen die Einordnung nach vegan, vegetarisch und glutenfrei. Natürlich kommen auch Fleischliebhaber voll auf ihre Kosten. Zubereitungstipps von Mama Melek erleichtern das Kochen.

    Einige Fotos von Meltem (der Hund hätte nicht sein müssen) und Mama Melek lockern den Rezeptband auf. Da ich bisher - außer mal einem "Döner Kebap" - wenige Berührungspunkte mit der türkischen Küche hatte, wollte ich mich durch dieses Buch inspirieren lassen. Ich wurde nicht enttäuscht. Die meisten Gerichte sind zwar sehr knoblauchlastig, was ich nicht so gerne mag, aber leicht und gelingsicher nachkochbar. Die Zutaten sollten in jedem gut sortierten Supermarkt zu erhalten sein.

    Mir haben es besonders die vorgestellten Süßspeisen angetan, durchweg ein Gedicht. Wer gerne mal über seinen Tellerrand schauen und Neues ausprobieren möchte, ist mit diesem Kochbuch bestens bedient. 4 Sterne
    Schwein allein

    Jörg Hilbert
    Schwein allein (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.07.2023

    Einfach zum Spaß haben

    Das Schwein ist allein und malt sich ein Pferd, dass sofort aus dem Bild springt. Eigentlich ist das Schwein jetzt nicht mehr allein, doch es jammert immer weiter, so dass das Pferd ein Krokodil malt, das ebenfalls lebendig wird. Doch das Schwein ist immer noch unzufrieden. Draußen sammeln die drei dann noch allerlei andere Wichte, Tiere und Gestalten ein, doch erst als die Szene fast aus allen Nähten platzt, wird dem Schwein klar, dass es von Freunden umgeben ist und ist darüber sehr froh.

    Die Leseprobe dieses Bilderbuchs hat mir sofort gut gefallen. Meine Enkel lieben Reime und Fantasiegeschichten und von beidem gibt es hier wahrlich genug. Das Cover zeigt "Schwein allein" ist also sehr passend und auch auf der ersten Seite sitzt das Schwein allein in einem großen Raum allein an einem riesigen Tisch. Daher malt es ein Pferd, das Pferd malt ein Krokodil, draußen warten dann noch jede Menge andere schräge Typen, doch das Schwein bemerkt gar nicht, dass es nicht mehr allein ist und jammert und jammert, bis das Pferd es mit dem Rüssel darauf stößt, dass es längst von einer Menge Leuten umgeben ist. Vielleicht sogar Freunden.

    Natürlich kann man die Geschichte nicht für bare Münze nehmen, da die meisten "Follower" natürlich auf fantastische Weise entstehen, trotzdem finde ich die Botschaft dahinter sehr schön. Oft fühlt man sich einsam, obwohl man es gar nicht ist, man muss vielleicht nur die Augen öffnen und sich auf andere einlassen, anstatt sich abzuschotten. Ich finde das Buch ermutigt Kinder durch die lustigen Reime genau das zu tun. An den Reimen gefällt mir besonders, dass pro Seite immer ein Zweizeiler und damit neue Tiere und Wesen hinzukommen bis die Menge nahezu den Platz auf dem Bild sprengt. Durch die Wiederholungen der vorherigen Zeilen entsteht ein guter Rhythmus, der Kinder zum Mitsprechen bewegt. Die Zeichnungen sind sehr unterschiedlich von der Art her. Das Pferd sieht selbst gemalt aus, eindeutig mit Schweins Wachsmalstiften, andere ähneln eher Strichzeichnungen, die Fische müssen erst ihre Flügel anziehen, um mitkommen zu können usw. Da steckt viel Fantasie drin. Wir haben sehr viel Spaß mit dem Buch. Deshalb 5 Sterne.
    Whisperworld 2: Flucht in die Wüste

    Barbara Rose
    Whisperworld 2: Flucht in die Wüste (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.05.2023

    Übertrifft den ersten Band

    Nachdem eine Karte von Whisperworld gestohlen wurde, auf der auch das Hauptquartier und alle erforschten Bereiche des versteckten Lebensraums zahlreicher bedrohter Tierarten verzeichnet sind, fliehen die jungen Tierflüsterer Coco, Chuck, Amy, Paul und Mohit mit Doktor Noa in die Wüste. Dort stößt eine weitere Schülerin zu der Gruppe. Enisa kennt sich zum Glück gut aus, was das Leben in der Wüste betrifft. Das trifft sich gut, denn die Tierflüsterer müssen auf dem Weg zur Oase eine weitere Prüfung ablegen. Dabei entdecken sie einen ausgetrockneten Salzsee. Viele Tierarten sind von der Dürre betroffen. Gemeinsam müssen die Kinder herausfinden, wer oder was für den Wasserrückgang verantwortlich ist. Die Spuren führen in eine Höhle. Doch dort lauert etwas.

    Nachdem der erste Band doch sehr stark von der Einführung der Reihe, der Gegend und der Charaktere geprägt war, startet Band 2 gleich mit einem Ortswechsel. Das bringt schon mal eine tolle Abwechslung mit sich. Zudem kennt man die meisten Personen bereits und findet sich sofort wieder zurecht. Dafür sorgen auch wieder die kurzen Personenbeschreibungen am Anfang des Buches. Band eins sollte man trotzdem zuerst gelesen haben, da doch einige Motive weitergeführt werden.

    Der Schreibstil von Barbara Rose ist auch in diesem Band wieder flüssig zu lesen, aber es gibt etwas mehr Spannung als im ersten Teil. Das liegt schon an dem tollen Setting und den Tieren, denen man in der Wüste begegnet und über die man nicht allzu viel weiß. Und dann ist da natürlich die Tatsache, dass man nicht weiß, welche Gefahr der Whisperworld droht. Immer wieder kommt es nun zu Eingriffen von außen, was nichts Gutes erahnen lässt. Spannend ist auch wieder, wer als nächstes das Flüstern von Whisperworld hört und von einem Tier zu seinem Partner auserkoren wird. Reibereien in der Gruppe bleiben da nicht aus und durch die unterschiedlichen Charaktere kann sich so ziemlich jeder junge Leser mit einem von ihnen identifizieren. Ganz nebenbei lernt man Rücksicht auf die Umwelt und die Tiere zu nehmen. Dazu gibt es wieder einige wunderbare und eindrucksvolle Illustrationen. 5 Sterne
    Whisperworld 3: Geheimnis des Meeres

    Barbara Rose
    Whisperworld 3: Geheimnis des Meeres (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    23.05.2023

    Gefahr im Meer

    Durch einen Hai erfährt Doktor Noa, dass Außenstehende auch ins Nachtblaue Meer eingedrungen sind und dort die Station der Tierflüsterer entdeckt haben. Zusammen mit den jungen Tierflüsterern Coco, Chuck, Amy, Paul, Enisa und Mohit macht sie sich auf den Weg dorthin. Doch um wirklich eine Hilfe zu sein, müssen die Sechs zunächst alles über das Tauchen erlernen. Weitere Prüfungen warten. Das Nachtblaue Meer hält dafür so einige fantastische Geheimnisse bereit. Doch nicht nur das Wissen, dass Eindringlinge diese in Gefahr bringen, sondern auch das Verhalten eines Schülers sorgt immer wieder für brenzlige Situationen.

    Nach dem Dschungel und der Wüste reisen wir im dritten Band der Reihe Whisperworld mit den neuen Tierflüsterern zum Nachtblauen Meer. Man möchte am liebsten auch dorthin, so herrlich wird die Umgebung beschrieben. Zwar liegt nicht jedem das Tauchen, doch es gibt dabei so viel zu entdecken. Besonders überraschend ist einer der Tauchgänge, denn wie schon aus den vorherigen Bänden bekannt, gibt es auch fantastische Wesen in der Whisperworld, die auf der Welt sonst noch unbekannt sind. Gut wäre es übrigens, die anderen beiden Bände vorher zu lesen, da sie doch etwas aufeinander aufbauen. Eine Karte von Whisperworld und eine Übersicht der Personen gibt es auch in diesem Band. Dazu die gewohnt tollen Illustrationen von Alina Brost.

    Der Schreibstil von Barbara Rose ist gewohnt flüssig und durchaus schon für Kinder ab 9 Jahren verständlich, ohne zu einfach zu sein. Wie die Tierflüsterer wissen auch die Leser nicht, was im Meer auf sie zukommt, so dass es einige spannende Momente gibt. Durch das leichtsinnige Verhalten eines jungen Tierflüsterers kommt es, wie auch schon manchmal in den Vorgängerbänden, nun aber gehäuft zu brenzligen Situationen, die dann doch etwas genervt haben, weil so viel Unvernunft mir einfach zu übertrieben erscheint. Zwar folgt zurecht eine Konsequenz, doch diese bleibt am Ende offen. Band 4, der bereits im Herbst 23 erscheint, ist also Pflicht. 4 Sterne
    Kastenbrote

    Valesa Schell
    Kastenbrote (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.05.2023

    Alle Theorie ist grau

    Weder Valesa Schell noch ihr Blog waren mir bekannt, bevor ich begann mit diesem Buch zu arbeiten. Erfahrungen habe ich bisher nur mit schnellen Hefeteigbroten gesammelt. Das Brotbackbuch von Valesa Schell beinhaltet 60 Rezepte mit appetitlichen Fotos und den nötigen Erläuterungen. Es wird mit Hefe, Sauerteig oder Lievito Madre gearbeitet, wobei auch ausführlich erklärt wird, wie letztere angesetzt und weitergeführt werden. Daneben werden noch Voll- und Urkornbrote sowie süße und herzhafte Sorten aus dem Kasten vorgestellt. Manche kommen mir anhand der Zutaten "exotisch" vor.

    Den einzelnen Kapiteln vorangestellt sind die Grundlagen und das Basiswissen zu den Rezepten, also alles Theoretische. Diese umfangreichen Erklärungen muss man erst einmal verinnerlichen, um mit dem Backen starten zu können. Die einzelnen Backschritte, die Zutaten und Umrechnungstabellen werden vorgestellt. Einige der Rezepte habe ich ausprobiert und auch einen Sauerteig angesetzt. Mit den Ergebnissen war ich eigentlich sehr zufrieden, auch wenn ich öfter mal nachlesen musste. Die Brote sind alle gelungen.

    Kritik übe ich an der Bewerbung des Buches. die Aussagen "einfach, unkompliziert", "wenig Aufwand", "für Neulinge und alle, die wenig Zeit haben" kann man so nicht stehen lassen. Eigentlich entfällt nur die Stockgare, die in der Kastenform stattfindet. Man braucht Zeit, diverse Mehle und andere Zutaten, Gerätschaften und vor allen Dingen viel Geduld. Manch einer ist da schnell überfordert und verliert die Lust am Brotbacken. Das sollte so nicht sein!

    Das Cover, in kühlem Blau gehalten, mit dem leckeren rustikalen Brot macht Appetit.
    Internat Schloss Sommerberg - Fünf Pfoten retten Ferdinand Nuss

    Susanne Oswald
    Internat Schloss Sommerberg - Fünf Pfoten retten Ferdinand Nuss (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.05.2023

    Netter Kennenlernband

    Dalena ist Schülerin auf dem Internat Schloss Sommerberg. Zusammen mit ihrer besten Freundin Lili, dem unangepassten Hundeliebhaber Finn und dem schüchternen und belesenen Anton besucht sie zwar den Unterricht, wohnt aber zu Hause bei ihren Eltern. In der Schule kommt selten Langeweile auf. Sogar eine Nachtwanderung gibt es, bei der die Schüler Kröten retten wollen, doch als ein Gewitter aufzieht, müssen sie sich auch noch anderweitig als Retter bewähren.

    Das Cover ziert das Logo dieser neuen Internat-Reihe von Susanne Oswald. Auch die vier menschlichen und ein tierischer Protagonist sind zu sehen. Es sieht nach Spaß und Abenteuer aus. Schon allein die Seitenstärke und die Illustrationen weisen darauf hin, dass es sich hier eher um eine Geschichte für jüngere Kinder handelt. Die Schriftgröße ist für geübte Leser kein Problem und die s-w-Bilder lockern den Text zusätzlich auf. Nach und nach lernt man in der Geschichte die Schülerinnen der Klasse von Frau Flemming kennen. Überhaupt dreht sich das ganze Abenteuer nur um diese. Das Internat selbst bleibt für mich etwas im Hintergrund. Bis auf den Hausmeister, die Köchin, den Gärtner und die Schulleiter lernt man wenig davon kennen.

    Tatsächlich geht es im Buch um maximal drei Tage, in denen in der dritten Person die Kinder und ihre Aktivitäten vorgestellt werden. Vor allem Dalene spielt eine große Rolle, aber auch Finn, der Junge, der sie ständig mit ihrem Nachnamen aufzieht und den Hund der Köchin trainieren will. Dann natürlich Lili, Dalenes Freundin, die Finn nicht mag und Anton, der ihn cool findet, aber zu schüchtern ist, um auf ihn zuzugehen. Doch durch die Rettungsaktion kommen sich die Vier dann doch näher und ein gemeinsames Ziel schweißt sie zusammen. Eine nette Geschichte zum Kennenlernen der Reihe, die vorwiegend Alltagsprobleme und Freundschaft zum Thema hat und für jüngere Leser kindgerecht erzählt wird, manchmal vielleicht auch etwas altmodische Motive nutzt. Trotzdem wird sehr schön gezeigt, wie man sich in Klassenkameraden manchmal täuschen kann. 4 Sterne
    The Man I Never Met - Kann man lieben, ohne sich zu kennen?

    Elle Cook
    The Man I Never Met - Kann man lieben, ohne sich zu kennen? (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.05.2023

    Eine bittersüße Liebesgeschichte

    Eine verdrehte Telefonnummer führt Hannah und Davey unverhofft zusammen. Aus einem Ferngespräch werden viele, Videocalls folgen und obwohl viele tausend Meilen sie trennen - Davey lebt in Austin, USA, Hannah in London - entwickeln sich im Laufe der Zeit starke Gefühle füreinander. Dann steht Daveys Besuch in London an, doch Hanna wartet vergeblich am Flughafen. Sollte ihre Beziehung zu Ende sein, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat?

    Der Roman von Elle Cook, die ich vorher gar nicht kannte, hat mich sofort angesprochen und gefesselt. Die Kennenlerngeschichte von Hannah und Davey ist erfrischend, tragisch wird sie durch Daveys persönliches Schicksal, welches dafür sorgt, dass er sich zurückzieht, denn er will Hannah nicht damit belasten. Hannah hat dafür jedoch nur wenig Verständnis. Das Leben mit seinen Höhen und Tiefen geht für beide weiter, doch aus dem Sinn gehen sie sich nie. Bekommen sie noch eine Chance?

    Über eineinhalb Jahre zieht sich die Geschichte von Hannah und Davey, meist aus Hannahs, manchmal aus Daveys Sicht erzählt. Der Text lässt sich sehr schön leicht und fließend lesen, die Beschreibungen sind sehr bildhaft, das Kopfkino läuft. Authentische und (bis auf zwei) sympathische Charaktere prägen das Geschehen. Eine emotionale Liebesgeschichte, die einen packt und bis zum Schluss nicht loslässt. Beeindruckt hat mich auch das sehr persönliche Nachwort der Autorin Elle Cook. 4,5 Sterne
    Fräulein vom Amt - Der Tote im Kurhaus

    Charlotte Blum
    Fräulein vom Amt - Der Tote im Kurhaus (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.04.2023

    Gut, aber weniger fesselnd als Band 1

    1924 in Baden-Baden: Ein Opernensemble gastiert in dem mondänen Badeort, um Verdis "Aida" aufzuführen. Gleichzeitig werden Repliken einer ägyptischen Ausgrabung ausgestellt. Dank ihrer Freundin Emmi darf Alma an der Veranstaltung teilnehmen. Am nächsten Morgen erfährt sie, dass der Tenor Josef Wittich ermordet wurde und ausgerechnet Emmis Verehrer August verdächtigt wird. Ohne zu zögern begibt sich Alma zusammen mit Kriminalkommissar Ludwig Schiller auf Spurensuche.

    Das edle Cover mit dem schimmernden türkisen Rahmen und der unerschrockenen Alma finde ich sehr passend zur Geschichte. Der zweite Alma-Roman hat mich gut unterhalten, ich fand ihn allerdings etwas weniger fesselnd als den ersten Fall des Fräulein vom Amt. Ob das an den vielen Namen und Informationen lag? Gefallen haben mir die erfrischenden Dialoge zwischen Alma und Emmi, sowie in Almas Familie. Sie haben die Geschichte aufgeheitert. Die Vorgesetzte Frau Klinger und die Hauswirtin durften menschliche Züge zeigen. Die unterschiedlichen Charaktere waren gut herausgearbeitet. Erste Einflüsse der Nationalsozialisten machten sich bemerkbar. Die Arbeit bei der Polizei hat sich weiterentwickelt und auch die Fräuleins vom Amt merken, dass die Zukunft nicht aufzuhalten ist. Moderne Selbstwahltelefone werden ihre Arbeit überflüssig machen.

    Nichtsdestotrotz ermittelt Alma forsch und ohne de Gefahren einzuschätzen auf eigene Faust. Zum Glück ist Kriminalkommissar Schiller nicht weit.

    Im Herbst erscheint der dritte Band der Reihe, dann dürfen wir erfahren, wie es mit Alma, Emmi, Ludwig und Walter beruflich und privat weitergeht. Darauf freue ich mich! 4 Sterne
    Weinberg, J: Gut Erlensee - Cäcilias Erbe

    Juliana Weinberg
    Weinberg, J: Gut Erlensee - Cäcilias Erbe (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.03.2023

    Das Leben hält Überraschungen bereit

    Im März 1922 kehrt Cäcilia Herringer stolz auf das Gut Erlensee bei Kiel zurück, wo sie bei ihrem Patenonkel und seiner Familie wohnt. In der Tasche hat sie das Zeugnis über ihre erfolgreich bestandene Lehrerausbildung. Sie freut sich auf die neue Herausforderung, denn sie hat Zeile und möchte ein eigenständiges Leben führen. Dass sie sich zum Lehrerinnen-Zölibat verpflichten musste, bereitet ihr erstmal wenig Kummer. Bald lernt sie den sympathischen Physiker Jakob Kaltenbrunner kennen, doch sie darf sich keine Schwäche erlauben. Als sie dann vom plötzlichen Tod ihres Vaters erfährt und zur Beerdigung und Testamentseröffnung nach Nürnberg muss, gerät ihre heile Welt ins Wanken.

    Nachdem im ersten Band der Erlensee-Saga Margarete und ihr Wunsch die Familiendruckerei zu übernehmen im Vordergrund standen, spielt diesmal die Patentochter Cäcilia die Hauptrolle. Endlich darf sie unterrichten, sogar an ihrem Wunschort. Durch den Tod ihres Vater wird klar, warum sie ihr Leben lang unter dem kühlen Verhältnis gelitten hat. Dieses Wissen belastet die gesamte Familie Lamprecht. Jakob Kaltenbrunner ist ihr ein guter Freund, doch sie darf sich nicht verlieben.

    Die Autorin Juliana Weinberg hat wieder einen unterhaltsamen, aber auch spannenden, historischen Roman vorgelegt, der sich leicht und flüssig lesen lässt. Die Kapitel sind klar gegliedert. Es werden vor allem Themen aufgegriffen, die die Frauen den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts betreffen. Die Protagonistinnen sind authentisch und greifbar dargestellt, die Gefühle sind für mich spürbar und nachvollziehbar. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter und freue mich auf die Fortsetzung. Das Cover mit der nachdenklich über den See blickenden Cäcilia passt gut zur Geschichte und hat einen Wiedererkennungswert. 5 Sterne
    Die schreckliche Adele im Land der unerzählten Märchen

    Tan
    Die schreckliche Adele im Land der unerzählten Märchen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.03.2023

    Lustiges Spiel mit Klischees

    Die schreckliche Adele hat von Oma ein Märchenbuch bekommen. Mit den Geschichten darin kann sie aber so gar nichts anfangen. Warum müssen die Prinzessinnen immer selbst für ein Happy End sorgen, während den Prinzen alles in den Schoß fällt. Adele träumt sich nach Zaubersam, ins Land der unerzählten Märchen und platzt dort mit ihrem kleinen Begleiter genau in die Wahl der Sternenprinzessin. Einen Titel, den nur die beste, hübscheste, freundlichste und hilfsbereiteste Prinzessin gewinnen kann und damit die Heldin ihres eigenen Märchens werden kann. Schnell merkt Adele, dass die Prinzessinnen nicht so zimperlich sind wie gedacht. Sie will jedoch unbedingt gewinnen, um endlich für Gleichberechtigung im Märchen zu sorgen. Doch sie ist nicht die einzige, die alle Mittel einsetzt, um gewählt zu werden.

    Die vorherigen Comics von der schrecklichen Adele kannten wir nicht, da uns bei diesen die Leseprobe nicht so zugesagt hat. Bei diesem Märchenband war das anders. Schon die schreckliche Adele in einer bunten, von freundlichen und flauschigen Wesen bevölkerten Märchenwelt zu sehen, fanden wir großartig. Und ihr Verhalten ist tatsächlich auch nicht so, wie man es von einer Prinzessin erwarten könnte. Da sind die anderen Prinzessinnen, die an der Wahl teilnehmen ganz anders... meint man, bis man sie und ihren Drang zu gewinnen näher kennenlernt. Denn nur wer gewinnt, wird die Heldin ihres eigenen Märchens. Man merkt gleich, dass ein paar besonders fiese Exemplare diesen Sieg ausnutzen wollen.

    Besonders lustig ist auch ein Besuch bei den Prinzen in Zaubersam. Diese werden den ganzen Tag von irgendwelchen Feen verhätschelt und können wirklich gar nichts selbst. Auch da sorgt Adele für Aufruhr. Das Ganze wird nicht nur in flotten Dialogen erzählt, sondern auch in märchenhaften, zuckersüßen Zeichnungen in einer absolut bunten Farbpalette erzählt. Ein Oger und die fiese Bestimmerprinzessin samt Planierraupe bringen richtig Action ins Spiel. Ob es Adele schafft, die liebliche Märchenwelt von den typischen Klischees zu befreien? Lest selbst! Meine Enkelin und ich haben sehr gelacht. 5 Sterne
    Die Hafenärztin. Ein Leben für das Recht auf Liebe

    Henrike Engel
    Die Hafenärztin. Ein Leben für das Recht auf Liebe (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.02.2023

    Einsatz für die Schwächsten der Gesellschaft

    1911: Die Ärztin Dr. Anne van der Zwaan ist zurück in Hamburg. In England wurde sie rehabilitiert und kann nun unter ihrem wahren Namen praktizieren. Besonders die Zwangsprostituierten im chinesischen Viertel liegen ihr am Herzen. Als sie zufällig Zeugin eines Mordes im Bordell wird, setzt sie alles daran, zusammen mit ihrer Freundin Helene und Kommissar Rheydt nach dem Mörder zu suchen. Bald wird klar, dass der Hafenmörder zurück ist. Doch welche Rolle spielt Annes Vater?

    Im dritten Band der Hafenärztin-Trilogie vereint Henrike Engel wieder gekonnt Historie, Kriminalfall und Liebesgeschichte zu einem lesenswerten Roman. Im Vordergrund stehen dieses Mal die unter falschen Angaben angelockten und zur Zwangsprostitution angehaltenen Mädchen im chinesischen Viertel.

    Anne und Helene, zwei starke, unabhängige Frauen, lehnen sich nicht nur gegen die herrschenden Konventionen auf. Zusammen mit dem sympathischen Kommissar Rheydt kämpfen sie für eine bessere Welt. Menschenhandel, Schmuggel, Drogen, Mord und Gewalt sind in Hamburg Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts gang und gäbe. In der gut konstruierten Geschichte laufen die Erzählstränge zusammen und werden logisch verknüpft. So bleibt die Story fesselnd und spannend bis zum Schluss.

    Die atmosphärische Beschreibung, die authentischen Charaktere und der flotte, gut lesbare Schreibstil lassen einen nicht los. Auch fließen zwar immer wieder kurze Rückblicke auf Band 1 und 2 ein, ich würde aber trotzdem empfehlen, diese Bücher zuerst zu lesen. Mich hat die Fortsetzung der Hafenärztin prima unterhalten, so könnte es weitergehen! Die historische Hafenansicht auf dem Cover mit der Hauptperson im Vordergrund hat einen großen Wiedererkennungswert und ergänzt die Story gut.

    5 Sterne
    Das Brotbackbuch

    Christina Bauer
    Das Brotbackbuch (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.11.2022

    Warum kaufen, wenn's so einfach ist

    "Das große Brotbackbuch" ist ein richtig schwerer Wälzer mit über 350 Seiten bei 128 Rezepten. Es hat einen festen, gut greifbaren Einband, von dem uns die Autorin entgegenlacht. Das Buch ist klimapositiv hergestellt. Die Fotos stammen von Nadja Hudovernik.

    Vorgestellt werden vier einfache Grundteige und alle wichtigen Infos über Sauerteig. Zudem erfährt der Leser Wissenswertes über die Zutaten, die Knettechniken und die Handhabung der Teige. Schritt-für-Schritt-Anleitungen und die Beantwortung wichtiger Fragen fehlen ebenfalls nicht. Es gibt Informationen zum Abwandeln und Anpassen der Rezepte und über die Aufbewahrung der fertigen Backwaren. Angefangen bei Lieblingsbroten über Sauerteigbrote bis zu süßem Gebäck ist für alle Gaumen etwas geboten. Im Vordergrund steht der Spaß am Backen und der Geschmack der Gebäckstücke.

    Das Buch gliedert sich in Inhaltsverzeichnis (Ausführliches zu verschiedenen Themen), Rezepte, Glossar und Rezeptregister. Die Rezepte selbst sind sehr übersichtlich auf je zwei Seiten dargestellt: Erste Seite Foto vom Gebäckstück plus evtl. von der Verarbeitung; zweite Seite Rezeptname, Angaben zur Zubereitungszeit, Backtemperatur, Zutatenliste und genaue Erklärung der Zubereitung. Teilweise gibt es noch QR-Codes mit Links zu Videos.

    Die verwendeten Zutaten sollte es in jedem gutsortierten Einzelhandel bzw. Biomarkt geben. Nachdem ich die passenden Zutaten zuhause hatte, habe ich mich gleich ans Ausprobieren gemacht. Butterkipferl, Ciabatta und Jausenbrot sind mir auf Anhieb gelungen. Mit knuspriger Kruste und lockerer Krume haben sie uns wunderbar geschmeckt. Man merkt auch der Autorin die Freunde am Backen an, sie weiß, was sie tut. Angesichts der Fülle von Rezepten, Fotos, Informationen und Tipps halte ich den Preis von knapp 40 Euro für absolut angemessen.

    5 Sterne
    Schloss Liebenberg. Hinter dem hellen Schein

    Hanna Caspian
    Schloss Liebenberg. Hinter dem hellen Schein (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.11.2022

    Hinter dem hellen Schein liegt vieles im Argen

    Es ist ungewöhnlich, dass Adelheid als Tochter eines Tagelöhners auf das Schloss beordert wird und sofort als Stubenmädchen arbeiten darf. Für Adelheid und ihre arme Familie ist es das größte Glück, kann sie doch jetzt für ihre Eltern und Geschwister sorgen. Damit zieht sie den Neid und die Missgunst mancher Kolleginnen auf sich. Durch die Intrige eines Dieners wird sie zu Hausmädchen degradiert. Eine Freundin findet sie in Stubenmädchen Hedda und Unterstützung durch Diener Viktor, ihren Schwarm.

    Der Roman spielt Anfang des 20. Jahrhunderts, als ein großer Skandal, der historisch belegt ist, das Kaiserreich erschüttert. Die Autorin Hanna Caspian erzählt die Geschichte aus der Perspektive der Dienstboten. Während die Fürstenfamilie in Reichtum und Wohlstand lebt, müssen sie von früh bis spät zur Verfügung stehen, schwer arbeiten, am besten unsichtbar sein, Befehle klaglos ausführen und sich rechtlos ausnutzen lassen. Nicht einmal die Dienstboten unter sich sind friedvoll. Hier herrscht eine strenge Hierarchie und wehe, die wird missachtet. Wärme und Herzlichkeit sind auf dem Schloss schwerlich zu finden.

    Hanna Caspian hat mit ihrem Roman die ins Licht geholt, die sonst unsichtbar bleiben. Die Geschichte lässt sich locker lesen. Die Örtlichkeiten und Personen sind für den Leser bildhaft vorstellbar. die Charaktere sind gut herausgearbeitet, die Entwicklungen nachvollziehbar. Trotzdem fehlt mir manchmal der Übergang zwischen einzelnen Ereignissen, so dass sie eher aneinandergereiht wirken. Ich fühlte mich aber gut unterhalten und die Handlung fesselnd. Die Personenliste am Anfang des Buches ist sehr hilfreich. Am Ende der Geschichte folgt ein interessantes und erklärendes Nachwort der Autorin. Das Cover zeigt sehr passend zwei Stubenmädchen im Foyer des Schlosses. Insgesamt vergebe ich gute 4 Sterne.
    Weinberg, J: Gut Erlensee - Margaretas Traum

    Juliana Weinberg
    Weinberg, J: Gut Erlensee - Margaretas Traum (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.11.2022

    Kommerz oder Gefühl

    Wie viele Frauen hat Margarete zusammen mit ihrer Schwester Marilla und Oma Ilsegard während des Ersten Weltkrieges Verantwortung übernommen, um die Firma der Familie am Laufen zu halten. Nun sind der Vater und Bruder Gregor vom Schlachtfeld zurück. Margareta würde liebend gerne weiterhin in der Druckerei mitarbeiten, zumal ihr Bruder schwer traumatisiert ist. doch weder der Vater, ein herrischer Choleriker, noch die mit Standesdünkel behaftete Mutter erlauben dies. Um die Druckerei zu retten, soll Margareta den benachbarten Grafen heiraten. Doch sie hat längst andere Lebensträume.

    Gut Erlensee - Margaretas Traum ist ein unterhaltsamer Roman, der das Lebensgefühl Anfang der 1920er Jahre gut transportiert. So werden auch der Wandel in der Arbeitswelt und das Rollenbild der Frau thematisiert. Er vereint Historie, Familie und Liebe. Die Jugend pfeift auf Konventionen, möchte Freiheit und Eigenständigkeit. Margareta ist klug, möchte etwas leisten im Leben. Marilla lässt sich nicht so leicht gängeln, Carla, die Jüngste, ist ein Naturkind und leidet unter der Mutter, Gregor hat Schlimmes erlebt, aber auch einen Traum. Oma Ilsegard ist die Seele des Hauses, denkt fortschrittlich und ist den Enkeln sehr zugetan. Alle Protagonisten sind authentisch, ihre Charaktere gut dargestellt, die Emotionen sind spürbar. Die Geschichte ist bildhaft geschrieben und lässt sich leicht und flüssig lesen. Das Cover ist schlicht, aber stimmig. Margareta radelt am See entlang zur Druckerei oder zu einem Stelldichein. Somit passt das Cover gut zum Inhalt.

    4,5 Sterne
    Die Vergessene

    Karin Slaughter
    Die Vergessene (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.11.2022

    "Weil sie es sich nicht verdient haben"

    Aktuell: Nach monatelanger, strapaziöser Ausbildung und intensivstem Training tritt Andrea Oliver ihre neue Stelle als US-Marshal an. In Long Bill Beach, einer kleinen Stadt in Delaware, wird sie zusammen mit ihrem erfahrenen Kollegen Bible zum Schutz einer bedrohten Richterin eingesetzt. Doch sie verfolgt auch noch ein anderes Ziel, das sie Zusammenhänge mit ihrer eigenen Vergangenheit sieht.

    Etwa 40 Jahre vorher wurde die schwangere Tochter dieser Richterin, Emily Vaughn, im Alter von 17 Jahren am Abend ihres Highschool-Abschlusses brutal ermordet. Hatte sie ein Geheimnis, das nicht öffentlich werden durfte? Andrea lässt ein bestimmter Verdacht nicht los!

    In zwei geschickt ineinander verflochtenen Zeitsträngen werden dem Leser von der Autorin immer mehr Details über Emilys Clique von früher und den Protagonisten von heute offenbart. Dabei spielen Drogen, Diskriminierung, Homosexualität, Sektenzwang, Heuchelei und Scheinheiligkeit große Rollen. Die Charaktere, gute wie böse, sind toll herausgearbeitet, man scheint sie persönlich zu kennen. Die Geschichte ist spannend und bildhaft erzählt, lässt sich fließend lesen. Bis zum Schluss tappt man im Dunkeln über die Identität des wahren Täters.

    Da es auch einige unnötige Längen im Buch gibt, vergebe ich 4,5 Sterne. Lesenswert ist der Thriller auf alle Fälle! Ich bin jetzt schon gespannt auf den nächsten Auftrag von Andrea Oliver. Die "Ausgestoßene" hätte als Titel vielleicht noch etwas besser gepasst. Das verschwommene, geheimnisvolle Cover passt hingegen sehr gut zur Geschichte.

    4,5, Sterne
    Lake Paradise - Ein Zuhause für das Glück

    Manuela Inusa
    Lake Paradise - Ein Zuhause für das Glück (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.11.2022

    Eintauchen in eine andere Welt

    Bereits das romantisch anmutende Kleinstadtflair von Lake Paradise auf dem Cover lädt zum Träumen ein. Da wäre jeder gerne zuhause. Der 4000-Seelen-Ort in Nebraska wird vom Maisanbau geprägt. Jeder kennt hier jeden. Lexi lebt seit ihrer Kindheit in Lake Paradise. Nach dem Unfalltod ihres Bräutigams vor zweieinhalb Jahren hat sie sich in ihr Schneckenhaus zurückgezogen und findet schwer einen Weg nach draußen. Das ändert sich erst, als sie Aaron trifft, einen alten Schulkameraden, der nach Jahren zur Beerdigung seines Großvaters nach Lake Paradise zurückkehrt.

    Manuela Inusa beschreibt eindrucksvoll, wie zwei grundverschiedene Menschen mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen sich einander annähern, wie die Menschen um sie herum reagieren und Anteil nehmen. Ein harmonischen, zuweilen auch ruppiges Miteinander der sympathischen Bewohner prägt den Ort. Inusa hat die jeweiligen Stimmungen gut eingefangen. Man fühlt sich als Leser mittendrin. Die gewohnt lockere und bildhafte Schreibweise der Autorin tut ihr Übriges, um den Leser abschalten und in eine neue Welt eintauchen zu lassen. Das perfekte Buch für entspannte Stunden! 5 Sterne
    Fräulein vom Amt - Die Nachricht des Mörders

    Charlotte Blum
    Fräulein vom Amt - Die Nachricht des Mörders (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.11.2022

    Privatermittlerin mit Herz und Mut

    Alma Täuber, das Fräulein vom Amt in Baden-Baden, sitzt an ihrer Schalttafel und stöpselt Telefonverbindungen. Zufällig hört sie den Teil eines Gesprächs mit, dass der Auftrag bei den Kolonaden erledigt sei. Die knarzige Stimme des Anrufers bekommt Alma nicht mehr aus dem Kopf. Als sie dann erfährt, dass dort eine Frau ermordet wurde, stellt sie eigene Nachforschungen an. Bei der Polizei stößt sie auf taube Ohren. Außer Kommissaranwärter Ludwig Schiller will niemand an einen Zusammenhang glauben. Mit Hilfe ihrer Freunde begibt sich Alma auf Mördersuche im mondänen Bäderort.

    Die Autorinnen mit dem Pseudonym Charlotte Blum entführen uns ins historische Baden-Baden Anfang der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Der Zeitgeist spiegelt sich sehr gut in der Geschichte wieder. Zwischen illustren Bäderhotels, illegalen Casinos und Pferderennbahnen sucht die selbstbewusste Alma mit Hilfe ihrer Freunde beharrlich Puzzleteil für Puzzleteil, kombiniert messerscharf und lässt nicht locker. Dass sie sich dabei selbst gefährdet, merkt Alma nicht. Zum Glück hat der Kommissaranwärter Schiller ein liebevolles Auge auf sie.

    Ein fesselnder Kriminalfall mit authentischen, sympathischen Ermittlern, fiesen Gestalten aus dem Milieu und schrulligen älteren Damen. An manchen Stellen war die Story etwas langatmig, trotzdem habe ich mir sehr gut unterhalten gefühlt und war vom Ausgang überrascht. So darf es im zweiten Band weitergehen!

    Das dunkle Cover mit Alma an ihrem Schaltpult und dem edlen Golddruck passt hervorragend zur Geschichte. 4,5 Sterne
    ministeps: Wie klingt deine Welt?

    Martina Kohl
    ministeps: Wie klingt deine Welt? (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.11.2022

    Mit viel Miau und Tatütata

    Die Kleinsten nehmen ihre Welt neben Bildern auch durch die verschiedenen, typischen Geräusche wahr und lernen so ihre ersten kindlichen Laute zu sprechen. Dabei sind solche versprachlichten Geräusche wie wau-wau für Hund eine sehr wichtige Station. Dieses niedliche Büchlein enthält neben klaren, bunten, kindgerechten Bildern solche Geräusche als Schriftbild. Mit dem Kind kann man sehr schön die verschiedenen Tiere, Fahrzeuge und weitere bekannte Geräusche imitieren. Meine Enkelin nimmt das Buch mittlerweile selbstständig zu Hand und plappert wunderbar vor sich hin. Auch kann sie die Abbildungen mit ihrem Umfeld in Beziehung setzen und sich so viel besser verständlich machen. Es ist einfach schön, die Entwicklung zu beobachten. Natürlich dürfen die Kinder die Geräusche nach ihrem Vermögen auch anders sagen, also z.B. wuff wuff, statt wau wau.

    Das Format des stabilen Pappbilderbuches liegt sehr gut in den kleinen Kinderhänden. Durch die abgerundeten Ecken wird Verletzungen vorgebeugt. Das Buch macht den Kindern meiner Meinung nach lange Freude dabei, sich mit der Umwelt auseinanderzusetzen. 5 Sterne
    Pinienduft im Hotel Toscana Mare (Verliebt in Italien)

    Hanna Holmgren
    Pinienduft im Hotel Toscana Mare (Verliebt in Italien) (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.11.2022

    Schöne Liebesgeschichte

    Nach einem Zerwürfnis mit ihrem Freund und Kollegen Björn sowie ihrem herrischen Vater lässt sich die 28-jährige Emilia von ihrem Chef in die Toskana versetzen, um dort ein Hotelprojekt zu verwirklichen. Anders als erwartet findet sie ein heruntergekommenes Landhaus und einen verwilderten Garten in der wunderschönen Landschaft vor. Zudem ist mit dem alten Nachbarn Gianni nicht gut Kirschen essen. Der Aussteiger Aurelio, der ebenfalls auf dem Gelände wohnt, verzaubert Emilia dagegen mit seinem abendlichen Gitarrenklängen. Emilia wird schnell klar, dass sie das Projekt "Boutique-Hotel" nicht ohne Kontakte und Hilfe der Bewohner der umliegenden Gegend bewältigen kann. Sie knüpft Freundschaften und findet auch durch Aurelio die Kraft nicht aufzugeben.

    Leicht und sehr flüssig lässt sich der neue Roman von Hanna Holmgren lesen. Die Beschreibungen der typisch italienischen Charaktere sind ihr authentisch gelungen. Mit Emilia durchlebt man alle Gefühle. Die toskanische Landschaft mit ihren Häusern, Weinbergen, den Pinien- und Zypressenhainen ersteht sehr lebendig vor dem geistigen Auge des Lesers. Zudem werden ihm die Spezialitäten der italienischen Küche nahegebracht, de durch einfache, aber erstklassige Zutaten ihr besonderes Aroma erhalten. Rezepte sind im Anhang des Buches zu finden. Gefallen haben mir auch die Zitate verschiedener Dichter zwischen den Kapiteln.

    Eine schöne Liebesgeschichte in wunderbarer Umgebung, die aber auch zeigt, wie knallhart es in der Hotelbranche zugeht. Ein toller Wohlfühl- und Urlaubsroman!

    Die typisch toskanische Landschaft mit Weinranken, Zypressen, Pinien und dem Landhaus auf dem Cover erzeugt Fernweh und passt hervorragend zur Geschichte.

    4,5 Sterne
    26 bis 50 von 99 Rezensionen
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