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    Gute_Laune

    Aktiv seit: 08. Juli 2026
    "Hilfreich"-Bewertungen: 0

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    37 Rezensionen

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
    Ein Mord für ein Miau

    Uli Aechtner
    Ein Mord für ein Miau (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.10.2026

    Kein Katzenkrimi, aber tolle Unterhaltung!

    Wie könnte die zurückgezogen lebende Natascha den Nachbarsmädchen den Wunsch abschlagen, auf ihre Kätzchen Bonnie und Clyde aufzupassen, während sie in der Papawoche sind und die Mama im Meeting ist? Dumm nur, dass die beiden aus dem Fenster in die vermeintliche Freiheit ausbrechen. Natascha sucht fieberhaft und erlebt so einige Abenteuer.

    Schon die ersten Seiten haben mich überzeugt. Die Autorin schafft mit wenigen Pinselstrichen ein geniales Bild der Figuren und dem kleinen Dorf in der Wetterau. Da springt das Kopfkino ganz von alleine an! Außerdem ist es super erfrischend, wie Natascha so tickt. Ja, klar, dass ich da ein paar meiner eigenen Charakterzüge und Erfahrungen wiedererkenne, verstärkt das natürlich. Auf alle Fälle habe ich mich sofort beim Lesen total wohl gefühlt und das ist schon mal ein vortrefflicher Start, der den Weg zur absoluten Begeisterung bestens vorbereitet! Für mich sind auch die typisch hessischen Wörter und Sprüche etwas, woran ich Freude habe.

    Uli Aechtner versteht es, ihre Hauptfigur die Ereignisse mit ganz viel Humor, mal schräg, mal schwarz, mal ironisch erzählen zu lassen. Ihr widerfahren aber auch die schrägsten Dinge auf ihrer Suche! Da sie sich immer mehr zurückgezogen hatte, ist das Abenteuer noch größer, denn sie kennt kaum jemanden im Dorf und noch dazu zieht sie Fettnäpfchen magisch an. Ein zweiter Erzählstrang, in Kursivschrift und aus der Perspektive des allwissenden Erzählers, erzählt eine dunkle, bedrückende Geschichte. Wie beides zusammenpasst, stellt sich im letzten Teil heraus. Nach und nach wird die Story ernster. Natascha verliert ihren Humor nicht ganz, aber man merkt ihr an, dass die Ereignisse sie nicht kalt lassen.

    Der Krimi-Teil ist sehr gering und ich würde auch diesen nicht als Katzenkrimi bezeichnen. Gegen Ende wird es aber heftig brenzlig und spannend. Die Miezen spielen eine eher untergeordnete Rolle, ziehen sich aber als roter Faden durchs Buch und sind quasi der Auslöser für alles. Der Großteil ist eine humorvolle Geschichte einer Frau Ende 30, die sozusagen vom Schicksal zu ihrem Glück gezwungen wird. Eine witzige Geschichte über Gefühle, Nachbarschaft, Gemeinschaft, Krankheit, Dorfgemeinschaft und Dorftratsch, die mich wirklich sehr gut unterhalten hat. Da es aber nicht, wie deklariert, ein Katzenkrimi ist, muss ich fairer Weise einen Stern abziehen und gebe vier Sterne. Leseempfehlung für alle, die gern selbstbewusste Frauen mögen, die das Herz am rechten Fleck haben!
    Seven Sundays - Das Kochbuch für Tage ohne Eile

    Tanja Dusy
    Seven Sundays - Das Kochbuch für Tage ohne Eile (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.10.2026

    Brekkie zum Verwöhnen!

    An besonderen Tagen darf auch unter der Woche Sonntag sein und da gibt es dann ein besonderes Frühstück, das man heute dann gern als Brekkie bezeichnet und fast an einen Brunch erinnert. Es ist ein opulentes Frühstück für Gaumen und Seele. Auch hier gibt es einfachere und aufwändigere Versionen und Fans von Smoothies, Granola, Porridge & Co. finden in diesem Buch ebenfalls sonntägliche Varianten. Klar, hier macht alles mehr Arbeit, als ein Käsebrot, aber gut geplant ist es dennoch zu schaffen, ohne in Stress zu geraten.

    In den Kapiteln All in a Bowl; Gemütlich und Fluffig; Fein Gebacken; Ei, Ei, Ei wie fein; Fettes Brot; Heiß und Kalt stellt Tanja Dusy in ihrer bekannten schnörkellosen, aber gut verständlichen Art Rezepte vor, die in jeden Tag ein Stückchen Sonntag bringen. Durch Mix and Match kann man alles an den eigenen Geschmack oder Zeitrahmen anpassen und da viele Komponenten gut vorbereitet werden können, kann man sich so auch ein wenig Arbeit selbst abnehmen. Nährwertangaben gibt es keine, auch keine Kennzeichnungen oder besonders hervorgehobenen veganen oder vegetarischen Rezepte. Im Register findet man aber den Punkt Vegan und da 15 Rezepte. Zu jedem Rezept gibt es ein Foto der fertigen Speise. Mir ist das super wichtig!

    Da ich gegen einige Lebensmittel eine Abneigung habe, fallen ein paar Rezepte, bei denen ich diese Zutaten nicht einfach austauschen kann, für mich raus. Dennoch sind massig tolle Rezepte und Ideen vorhanden, die mir helfen, einen normalen Tag wie einen Sonntag starten zu lassen. Die Zutaten sind gut zu bekommen. Alles ist so gut erklärt, dass auch ambitionierte Kochanfänger gut mit den Rezepten klarkommen.

    Für mich ist dies ein Kochbuch für besondere Tage, die mit einem opulenten Frühstück zu Sonntagen werden sollen. Da ich gerne koche und backe, ist mir der vermeintliche Aufwand nicht zu viel. Gerade wenn das Brekkie nicht zu einer bestimmten Uhrzeit fertig sein muss und ich mir mit der Zubereitung Zeit lassen kann, hab ich große Freude daran. Die Gestaltung, die Rezepte, die ganze Idee sind super. Daher fünf Sterne!
    Niemals geht man so ganz

    Andreas Izquierdo
    Niemals geht man so ganz (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.09.2026

    Cozy Crime mit Humor, Tiefgang und Spannung

    Trauerredner Mads Madsen fühlt sich schuldig, weil er Anna Schmidt nicht vor dem Selbstmord retten konnte, zumal ihre 9jährige Tochter Tilly auch keinen Vater hat und daher in ein Heim muss. Für sie will er die letzten Worte ihrer Mutter, das Geheimnis, das sie ihr noch sagen wollte, entschlüsseln. Dafür muss er tief graben und entdeckt mehr als nur ein Geheimnis, wodurch viele Menschen in Gefahr geraten.

    Dass Andreas Izquierdo es meisterlich versteht, in seinen Geschichten schwierige Themen mit einer guten Prise unwiderstehlichem Humor und ganz viel Gefühl zu verarbeiten, ist seinen Lesern schon länger bewusst. Auch diesmal verpackt er so viel Trost und Liebe in seinen herrlich schrägen Krimi, dass man Tränchen kullern hat, während man glückselig lächelt. Dieses Kunststück schaffen nicht viele Autoren! Außerdem hat er sich Themen und Figuren einfallen lassen, die nicht komplett abgelutscht und abgedroschen sind, wie im Krimi-Bereich leider häufig der Fall.

    Die Figuren sind gleichzeitig total schräg und realistisch. Auch das muss Izquierdo erst mal einer nachmachen. Sei es nun Mads selbst, der ein bisschen trottelig-gutmütig, aber auch mutig und heldenhaft ist oder sein Vater Fridtjof, der es geschickt einfädelt, sich von drei Seniorinnen das Haus putzen und sich selbst bekochen zu lassen, aber auch Mills, die etwas ruppige Ermittlerin, die so gern mit Tackern schmeißt, aber das Herz dennoch am rechten Fleck hat.

    Die eingestreuten Nebenhandlungen sind sehr unterhaltsam. Sie lassen den Krimi erst so richtig schön cozy werden und würden echt fehlen, wären sie nicht da. Der Fall selbst fängt mysteriös an, plätschert dann ein klein wenig vor sich hin, um gegen Ende enorm an Fahrt aufzunehmen und mit einem wunderbaren Twist zu enden. Mads hat das Zeug, für viele weitere Bände Stoff zu liefern, daher hoffe ich von ganzem Herzen, dass Verlag und Autor da fleißig dran arbeiten!

    Wer Spaß an tollen Wortspielen und feinsinnigem Humor hat und nicht unbedingt einen knallharten Krimi lesen will, sondern Lektüre braucht, die einfach nur gut tut und dennoch eine starke Aussage hat, ist hier absolut richtig! Für mich eins der besten Bücher meines bisherigen Lese-Jahres. Fünf hell leuchtende Sterne von mir!
    Sweet Cravings

    Luisa Gallardo Leon
    Sweet Cravings (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    26.09.2026

    Kleine Backwaren, großes Ego

    Dass heute fast ausschließlich Backbücher auf den Markt kommen, die von Influencern gebastelt wurden, ist ja eine Sache. Die andre aber, wenn es in Selbstdarstellung ausufert. Hier sind fast mehr Bilder der Autorin zu sehen, als Backwerke! Glaube ich wirklich, dass sie so gestylt und in Sommerkleidchen in der Backstube schuftet. Nö. Sorry, aber hier fängt es dann schon mal an, mich nicht wirklich für sich zu gewinnen, sondern zu nerven, denn statt dieser Bilder und der Personal Story mitsamt Ich-bin-ja-sooo-toll hätte ich doch lieber Rezepte gesehen.

    Die fangen dann auf Seite 26 an und sind unterteilt in die Kapitel Cookies; Brownies; Bars; Sheet Cakes. Schon beim ersten Rezept fällt mir eine Zutat auf, die ich nicht zu Hause habe und auch noch nicht im Handel gesehen habe, nämlich Himbeerpulver. Da hilft mir auch nicht, dass es den Tipp gibt, gefriergetrocknete Himbeeren zu Pulver zu zermahlen, wenn ich keins habe. Ich habe nämlich auch keine gefriergetrockneten Himbeeren! Auch bei der gesalzenen Butter und diversen Gewürzen bin ich raus. Schade also auch hier. Die Zutaten sind teilweise einfach nicht wirklich gut zu bekommen, wo Anfänger dann schon mal vor echten Problemen stehen. Dass Tiefkühlbeeren ungekocht verwendet werden, lasse ich mal unkommentiert. Vielleicht bin ich da durch die aktuellen Rückrufe und Warnungen übersensibel.

    Jedes Kapitel startet mit einem etwas längeren Text, der helfen will, alles besser zu verstehen, theoretisches Wissen zu vermitteln und Probleme verhindern soll. Die Rezepte selbst sind recht übersichtlich gestaltet. Es finden sich nach einem kleinen Geschichtchen der Autorin relevante Angaben zu den Zeiten, die Zutatenliste für die angegebene Menge/Portionen, nummerierte Arbeitsschritte im Fließtext und ggf. ein Tipp. Hier fällt mir schon wieder etwas negativ auf, nämlich dass einige Wörter ohne erkennbaren Grund fett geschrieben sind, die fehlenden Absätze das Lesen erschweren und die Backtemperatur mitten im Text steht, nicht prominent aufgeführt. Zu jedem Rezept gibt es ein Foto des fertigen Backwerks, alle paar Seiten dann noch zusätzlich ein paar von der edel gestylten Influencerin.

    Die Rezepte selbst sind moderne Varianten und Abwandlungen bekannter Backwaren. Beispielsweise werden aus der klassischen Schwarzwälder Kirschtorte kurzerhand Black Forrest Brownies. Das ist nichts Schlechtes. Dass aber alles englisch betitelt sein muss, ist ein bisschen nervig. Wer gerne backt und etwas Übung hat, findet auf alle Fälle tolle Ideen und Anregungen. Für Anfänger halte ich die Rezepte eher nicht geeignet.

    Den Abschluss bilden die Kapitel Insiderwissen aus meiner Backstube (also der Autorin), natürlich nicht ohne jede Menge Fotos von ihr, und ein Rezeptregister. Letzteres ist etwas unglücklich geraten, denn wenn man die Bezeichnungen der Autorin nicht kennt, findet man auch nicht das richtige Rezept.

    Zusammenfassend bleibt mir zu sagen, dass die Rezepte mit kleinen Abstrichen richtig cool sind, das Drumrum aber nervt und bei den Zutaten, gerade dem TK-Obst, ein kleines Problem große Auswirkungen hat. Daher gebe ich hier drei Sterne.
    Die Airfryer-Bibel

    Die Airfryer-Bibel (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.09.2026

    Schwergewicht mit Rezepten für jeden Geschmack und jede Gelegenheit!

    Was für ein Wälzer! Hier bekommt man mehr als zwei Kilogramm Buch! Klar, es sind fast 700 Seiten, dass es dann kein dünnes Heftchen werden kann, ist schon klar. Aber ehrlich, mit dieser Größe und dem Gewicht habe ich dann doch nicht gerechnet!

    Neben einer kurzen Einführung und Infos zu Garzeiten für Lebensmittel im Airfryer beinhaltet das Buch Rezepte zu den Themen Snacks & Fingerfood; Burger & Sandwiches; Brote, Pizzas & Focaccias; Tartes & Eierspeisen; Rind, Schwein & Lamm; Hähnchen, Pute & Ente; Fisch & Meeresfrüchte; Wohlfühlgerichte; Pommes & frittiertes Gemüse; Desserts & Gebäck. Es ist also wirklich an alles, was gebacken oder frittiert werden kann, gedacht. Zu meiner großen Freude gibt es auch drei Lesebändchen. Ich markiere zwar dennoch meine Lieblingsgerichte mit Pagemarkern, aber Lesezeichen, hier gleich drei, sind immer gern gesehen.

    Die Schriftgröße ist sehr angenehm zu lesen. Übersichtlicher könnte die Darstellung nicht sein: große Überschrift, Portionsangabe, Zubereitungszeit, Zutatenliste, gut gegliederte und leicht verständliche Arbeitsschritte und Ölmenge, Back-/Frittier-Zeit und Temperatur unter gut gewählten Icons. Dazu gibt es zu jedem Rezept noch ein Foto der fertigen Speise. So gefällt mir das super gut! Kein unnötiger Schnickschnack, alles klar strukturiert und auf einen Blick zu erfassen. Dass am unteren Rand des Rezepts noch das Kapitel steht, aus dem es stammt, ist vielleicht nicht wirklich wichtig, gefällt mir aber dennoch. Auch, dass es keine Nährwertangaben gibt, stört mich nicht.

    Die Zutaten sind recht unspektakulär. Ein paar wenige sind vielleicht etwas ausgefallener, aber dennoch im Supermarkt oder im Asia-Shop leicht zu bekommen. Teilweise werden Fertigteige verwendet. Hier ist es aber auch kein Problem, diese zuvor selbst herzustellen. Ganz fremd ist mir die Instant-Hefe. Und ich wundere mich über die Angabe bei ein paar Rezepten, in denen 8g Frischhefe mit 2 Päckchen Trockenhefe gleichgesetzt werden. Ich denke, hier liegt ein kleiner Fehler vor, denn i.d.R. entspricht ein Drittel Trockenhefe der Frischhefemenge. Im Rezept für die salzige Babka stimmt es dann auch mit 20g Frischhefe oder 1 Päckchen Trockenhefe.

    Einige Rezepte sind so simpel, dass man selbst drauf kommen könnte. Aber auch das feiere ich, denn manchmal sieht man einfach den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Diese Ideen gehören daher für mich absolut in diese Rezept-Sammlung für den Airfryer!

    Natürlich sind die Portionen, die man in einem solchen Gerät hinbekommt, weniger für eine Großfamilie geeignet, sondern eher für zwei gute Esser oder vier Personen mit nicht ganz so großem Hunger. Das ist aber okay und verständlich. Ich liebe den Airfryer schon aufgrund dieser kleinen Einschränkung, denn so kocht man kaum mehr, als wirklich benötigt wird. Und es macht auch richtig Spaß, für sich selbst eine Besonderheit zu zaubern, wenn man alleine isst.

    Zum Abschluss helfen ein Rezeptverzeichnis und ein Register beim Auffinden passender Rezepte. Bei 400 Rezepten ist das auch tatsächlich unerlässlich!

    Trotz der kleinen Kritikpunkte ist dieses wirklich dicke Buch für Anfänger und den Alltag ebenso geeignet, wie für Geübtere und Gerichte für besondere Momente. Eine so große Auswahl hat man selten. Klar, das ist ein bisschen unhandlich, aber bei der Menge Rezepte und dem stabilen, dicken Papier kann man nur happy sein. Daher mag ich einfach keinen Abzug vornehmen und bleibe bei fünf Sternen für dieses wirklich schöne Buch, das das dickste in meiner Sammlung sein dürfte!
    Ein ganz normales Wunder

    Woody Brown
    Ein ganz normales Wunder (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    19.09.2026

    Macht nachdenklich

    Über dieses Buch wird dermaßen kontrovers diskutiert, dass ich es einfach lesen bzw. hören musste. Woody Brown ist nicht-sprechender Autist und hat mithilfe seiner Mutter die Universität absolviert. Das hat noch kein anderer zuvor geschafft. Und nun hat er diesen Roman geschrieben. Da er nicht allein schreiben kann und dafür die Hilfe seiner Mutter benötigt, steht die Frage im Raum, wie viel von ihm selbst ist. Ganz ehrlich? Das ist mir gerade völlig egal!

    Der Roman besteht im Grunde aus kleinen Geschichten rund um eine Tagesstätte für Menschen mit einer Behinderung. Über die unterschiedlichen Pfleger, die unterschiedlichen Einschränkungen, die Ungerechtigkeiten, die kleinen und großen Kämpfe, die Erfolge und die Niederlagen, die Enttäuschungen und die Freuden, die Sicht von außen auf die Gruppe, aber auch die Sicht der einzelnen aus der Gruppe nach außen.

    Der feine unterschwellige Humor macht die Schwere des Themas erträglicher. Und jedes Wort kommt an. Man kann nicht anders, als sich selbst und den eigenen Umgang mit Menschen mit Handicap ebenso zu hinterfragen, wie die Figuren und ihr Handeln im Buch. Es ist natürlich schwer, für jede Einschränkung den passenden Tagespflegeplatz zu finden, zu viele verschiedene gibt es. Aber die Botschaft, den vermeintlich infantilen Menschen mehr zuzutrauen und sie zu fördern, zu fordern und ihnen etwas zuzutrauen, ist schon wichtig. Durch die unterschiedlichen Perspektiven wirkt die Story manchmal etwas unstrukturiert und zusammenhanglos, insgesamt passt das aber. Sollte das Buch komplett von Woody Brown sein, ist das eine wahnsinnige Leistung. Ist ein mehr oder weniger großer Teil von seiner Mutter oder einer anderen Person, bin ich mir dennoch sicher, dass sie Woodys Gedanken widerspiegelt.

    Dieses Buch hat das Zeug, das Leben von Personen mit Einschränkungen, besonders auf dem breiten Spektrum des Autismus, zu verändern und zu verbessern. Da spielt es, meiner Meinung nach, keine Rolle, wer genau es geschrieben hat. So oder so ist Woody der Initiator und das Bild, das man zur Story braucht. Ich finde es gut. Nicht perfekt, etwas schwer einzuordnen, aber gut. Vier Sterne.
    Suppen & Eintöpfe

    Oetker Verlag
    Suppen & Eintöpfe (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.09.2026

    Löffel-Gerichte für Leib und Seele!

    Themen-Kochbücher sind einfach immer super praktisch. Und wenn jetzt der Herbst kommt, fängt auch wieder die Lust auf Suppen und Eintöpfe bei mir an. Da kommt mir dieses Kochbuch gerade recht! Bevor es mit den Rezepten in den Kapiteln Klare Suppen & Brühen; Cremesuppen; Eintöpfe losgeht, gibt es noch die Basics zur Suppenküche. Das ist ein kleiner, hilfreicher Theorie-Teil.

    Vor jedem Kapitel steht ebenfalls Basiswissen. Gut bebildert und erklärt findet man hier die wichtigsten Informationen auf einen Blick. Gut gegliedert und mit aussagekräftigem Bild kommen dann die Rezepte. Zubereitungszeit, Garzeit, Zutatenliste, Nährwerte und Arbeitsschritte, knapp gehalten aber gut nachvollziehbar, sind alles, was man braucht neben hin und wieder einem besonderen Tipp.

    Bei den Suppen gibt es zunächst Grundrezepte für Brühen, im Anschluss dann Rezepte zur weiteren Verwendung. Hier ist dann ein wenig Blättern nötig, denn es wird für die verwendete Brühe nicht das Rezept, sondern die Seite angegeben. Aber es gibt auch Suppenrezepte, die ohne die Grundrezept-Brühen gemacht werden. Neben den Suppen aus unserer Heimat gibt es auch internationale Rezepte.

    Mein Lieblingskapitel sind die Eintöpfe! Wenig Geschirr, viel Geschmack, Soulfood für alle! Allen Rezepten ist jedenfalls eins gemein, nämlich dass man sieht, wie viel besser Selbstgekochtes ist und dass man die Konserven gar nicht braucht!

    Die Zutaten sind bodenständig und entsprechend gut zu bekommen. Kleine Ausnahmen gibt es beispielsweise bei der Brennnesselsuppe. Hier werden junge Brennnesselspitzen benötigt und da hätte ich jetzt echt ein Problem, wo ich die herbekomme. Bei der Käse-Lauch-Suppe wird Schmelzkäse verwendet, was ich nicht gutheißen kann. Diese Art Produkt sollte man im Hinblick auf gesunde Ernährung vermeiden. Außerdem schmeckt es mit Frischkäse und etwas Käse wesentlich besser! Ansonsten jedoch findet man die meisten Zutaten im eigenen Vorrat oder bekommt sie problemlos im Supermarkt.

    Trotz meiner kleinen Kritikpunkte gebe ich die vollen fünf Sterne, weil ich mir da sehr gut mit Austausch der Zutaten helfen kann. Das Buch ist nicht nur für geübte Kochbegeisterte geeignet, sondern auch für Neulinge in der Küche. Die Erklärungen sind gut verständlich und zu wirklich jedem Rezept bekommt man ein Bild. Super!
    DAISY - Und all deine Geheimnisse werden mir gehören

    Melanie Raabe
    DAISY - Und all deine Geheimnisse werden mir gehören (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    16.09.2026

    10 Dinge

    Luca Marie Palmer ist Rechtsanwältin. Und führt nachts ein Doppelleben. Sie sorgt dann auf eigene Weise für Gerechtigkeit, um all jene für ihre Taten zu bestrafen, die sonst durch ihr Geld oder ihre Positionen ungestraft davonkommen. Sie hinterlässt dann immer ein Gänseblümchen, ihr Markenzeichen. Doch eines Nachts entkommt sie nur knapp. Und plötzlich hängen überall in der Stadt Plakate, die ihr androhen, sie zu finden. Noch schlimmer, es wird gedroht, dass all ihre Geheimnisse dem Plakateschreiber gehören werden!

    Der Stil von Melanie Raabe ist eingängig und angenehm, doch hatte ich auf weiten Strecken das Gefühl, hier einen Roman zu lesen, der hin und wieder spannende Kapitel aufzeigt, keinen Thriller. Ja, da sind so einige Ereignisse, die den Puls hochtreiben. Trotzdem fehlte mir der Thrill einfach. Die eingestreuten Kapitel, die die Geschehnisse von vor 17 Jahren schildern, brachten mich auch eher aus dem Fluss, als dass sie Spannung erzeugten und zum Verständnis beitrugen.

    Es gibt eine Reihe Figuren, die interessant sind. Mal auf die nette Art, mal weniger sympathisch. Ganz arg ins Herz geschlossen habe ich jedoch tatsächlich Walther. Die 10-Dinge-Listen haben ihren ganz eigenen Charme. Ganz langsam merkt man, dass Luca mit ihren eigenen Geistern zu kämpfen hat und diese ihre Gegenwart mehr beeinflussen, als sie wahrhaben möchte.

    Mich hat die Story oft verwirrt und wenn die Spannung mal wieder abfiel, verlor mich auch die Geschichte und ich musste neu hineinfinden. Ich hatte irgendwie immer den Eindruck, es mit einem Teenager zu tun zu haben, nicht mit einer jungen Frau. Es gab einige Längen und die eine oder andere Wendung war einfach über Gebühr konstruiert. Das war super anstrengend, sodass am Ende daher leider nur drei Sterne bleiben.
    Poppy Cooks: Voller Geschmack aus einem Topf

    Poppy O'Toole
    Poppy Cooks: Voller Geschmack aus einem Topf (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    16.09.2026

    Ein Topf statt Eintopf

    Kochbücher sind, wie das Kochen und Backen, meine Leidenschaft. Ich kann kaum an einem vorbeigehen! In den letzten Jahren sind es fast ausschließlich Werke von Influencern. Das ist nicht immer ein Volltreffer, aber Perlen sind immer zu finden. Auch diesmal kannte ich die Autorin zuvor nicht, da ich nicht auf Sozialen Medien unterwegs bin. Sie kommt in ihrem Vorwort sehr sympathisch rüber und auch die Art, wie sie kocht, mag ich sehr. So schön bodenständig, obwohl sie gelernte Köchin ist.

    Als erstes fällt schon mal super positiv auf, dass die Schrift eine gute, schöne Größe hat und man so alles prima und bequem lesen kann. Je eine Seite gehört dem Rezept, die gegenüberliegende zeigt ein tolles Foto des Gerichts. Nach dem Titel folgen ein paar erklärende Worte, die Zutatenliste, die meist für vier Personen ausgelegt ist und die schön voneinander getrennten und nummerierten Arbeitsschritte, die gut verständlich formuliert und somit nachvollziehbar sind.

    Die Zutaten sind gut zu bekommen. Manche hat man allerdings vielleicht nicht üblicherweise zu Hause, wird sie eher selten verwenden. Ich bin immer etwas traurig, wenn Zwiebel- und Knoblauchgranulat verwendet wird anstelle frischer Produkte. Auch Fertigprodukten stehe ich skeptisch gegenüber. Der Schwierigkeitsgrad liegt selten wirklich hoch, was das Kochbuch dann recht alltagstauglich macht. Super einfach und absolut köstlich sind die Tomaten-Feta-Gnocchi. Man gerät unweigerlich ins Schwärmen!

    Die meisten Rezepte sind nicht vegetarisch und schon gar nicht vegan. Sie sind unterteilt in die Kategorien Geflügel; Rind; Schwein; Lamm; Fisch; Gemüse; Kartoffeln; Süßes. Zeitangaben sind jeweils, wenn überhaupt, nur in den Arbeitsschritten zu finden. So wird man nicht unter Zeitdruck gesetzt, wenn man länger braucht, als der Profi. Auch auf Nährwertangaben wurde verzichtet. Dafür wird immer angegeben, welches Behältnis man am besten verwenden sollte. Dass Poppy O’Toole Engländerin ist, erkennt man an den Rezepten recht schnell. Es gibt viele internationale Einflüsse und typische Kombinationen.

    Ich ernähre mich flexitarisch, hätte mich aber dennoch über mehr fleischlose Rezepte gefreut. Die beiden Kapitel Gemüse und Kartoffeln sind toll, dürften aber viel mehr Raum einnehmen! Dies und meine Kritik an den Zutaten reicht aber noch immer für strahlende vier Sterne!
    Das Krähenzimmer

    Carolin Frey
    Das Krähenzimmer (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    12.09.2026

    Zu viele unlogische Stellen

    Lotta hat schöne Erinnerungen an Geelekow und die Villa Sturmmöwe, das Ferienhaus ihrer ehemaligen Stiefmutter Helen, dort besonders an das Krähenzimmer. Da sie eine Auszeit von ihrem versemmeltem Jura-Studium und narzisstischen Exfreund braucht, zieht es sie an diesen Ort ihrer Kindheit. In all den Jahren ist hier viel passiert. Jetzt gehört das Haus einer Immobiliengesellschaft. Lotta kann sich dennoch einmieten und sogar einen kleinen Job bekommen. Die Einwohner des Ortes reagieren feindselig, nur ein paar junge Leute nehmen sie in ihrem Freundeskreis auf.

    Es geschehen für meinen Geschmack zu viele mehr oder weniger kleiner Dinge. Vom defekten Handy bis zu unerklärlichen Geräuschen ist alles dabei. Kann passieren, doch auch in einem kleinen Ort sollte es möglich sein, ein preiswertes neues Smartphone zu bekommen und die eigene SIM-Karte nutzen zu können. Schon wären ein paar Dinge anders gelaufen. Im Übrigen kann man auch in einem geliehenen Smartphone seine eigene SIM-Karte nutzen. Doch sehen wir mal von diesen Dingen einfach ab.

    Lotta ist eine junge Frau, der dumme Dinge passieren. Man mag sie mögen, hat aber immer so ein klein wenig im Hinterkopf, ob mit ihr alles okay ist oder sie ein Spiel spielt. Die Vorkommnisse sind teilweise erschreckend und werden durch die eingeschobenen Kapitel mit den Regeln noch dramatischer. Die dritte Perspektive einer unbekannten jungen Frau verwirrt auf weiter Strecke mehr, als dass sie zum Verständnis beiträgt. Das geht sogar so weit, dass die Perspektivwechsel insgesamt so kryptisch sind, dass sie bald nerven. Schade! Noch dazu hatte ich sehr damit zu kämpfen, Lotta nicht als pubertierenden Teenager einzuordnen. Ihr Verhalten ist einfach nicht passend für eine junge Frau.

    Man stochert die ganze Zeit im Dunkeln, Lotta handelt nicht sehr logisch und die Wendungen strengen ein ums andere Mal einfach sehr an. Schlagartig traut Lotta gar niemandem mehr, obwohl sie tagelang seltsame Geräusche per Ohrstöpseln ausgeblendet hat und sich überhaupt keine Sorgen gemacht hat. Da frage ich mich, ob sie so naiv ist oder die Autorin mich für dumm verkaufen möchte. Auch die eine oder andere Aktion in Situationen, in die Lotta gerät, ist für mich weder nachvollziehbar noch logisch oder halbwegs realistisch. Spannung ist immer vorhanden, man möchte ja wissen, was um Himmels willen denn da los ist. Die Auflösung dann ist jedoch hanebüchen und restlos unlogisch. Dem wird dann mit einem ganz besonderen Cliffhanger noch die Krone aufgesetzt. Dieser lässt offen, ob es einen weiteren Teil geben könnte. Und ganz ehrlich, auf den kann ich verzichten.

    Dennoch gebe ich drei Sterne, denn Anne Düe und Tim Gössler haben alles getan, um mich weiterhören zu lassen. Es gibt schlechtere Storys als diese. Man kann sie hören oder lesen, verpasst aber auch nicht allzu viel, wenn man es nicht tut. Nett für zwischendurch, wenn man sein Logik-Zentrum abstellt und einfach nur zuhört.
    1999 Meter über dem Meer

    Caroline Wahl
    1999 Meter über dem Meer (MP3)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.09.2026

    Tannen oder Fichten

    Samara hat ihr Studium beendet und einen Job in Berlin ergattert. Eigentlich wollte sie den gar nicht, aber noch weniger wollte sie in der Firma ihres Vaters anfangen. Sie weiß im Grunde nur, was sie nicht will, aber nicht, was sie wirklich will. Also fliegt sie erst mal nach Bali, Urlaub machen. Aber auch da gefällt es ihr nicht, also schnell nach Berlin, früher als geplant. Als da einfach alles komplett nervig wird, bricht Samara mit Hilfe einer Krankschreibung aus dem Trott aus und fährt mit ihrem alten Mercedes Cabrio, den sie von ihrem Vater bekommen hat, einfach los. Ein Selbstfindungstrip nimmt seinen Lauf. Sie landet mal hier, mal da und überall erfindet sie sich neu, begonnen mit ihrem Namen. Sie will nach oben. In jeder Hinsicht. Man könnte sagen, sie ist eine Hochstaplerin. Aber stimmt das?

    Die Meinungen anderer zu diesem Buch haben mich fast davon abgehalten, es zu lesen oder zu hören. Und ja, es ist super anstrengend, weil Samara in all ihren Inkarnationen einfach nervig und auf gewisse Weise schrecklich ist. Aber gleichzeitig musste ich ständig grinsen, hab erschreckend viel nachvollziehen können und Samara teilweise schon fast bewundert. Aber ich habe auch gesehen, dass sie sich gern mal selbst im Weg steht und sie sich nicht so sehr verlaufen hätte, wenn sie mal versucht hätte, andere zu verstehen. Sie kann ein echt bockiges, kleines nerviges Kind sein!

    Samiras Stil, ihre Story zu erzählen, und damit eben Caroline Wahls Stil, ist für mich total unterhaltsam. Diese Wiederholungen eines Geschehnisses in wörtlicher Rede oder das nennen des gleich Sprechenden sind total ungewohnt, etwas anstrengend, sorgen aber auch für den Unterhaltungsfaktor. Es ist einfach super schwer zu beschreiben! Man muss es mögen, ganz klar. Und ich möchte das nicht bei jedem zweiten Buch so lesen oder hören, aber zur Story passt es so unglaublich gut!

    Auf ihrem Roadtrip verändert sich Samara langsam, aber stetig. Sie ist eindeutig auf dem Weg zu sich selbst, nicht nur auf einer Reise durch die Welt. Immer wieder gibt es Momente, in denen sie mich unendlich nervt, aber auch immer mehr Momente, in denen ich ganz bei ihr und stolz auf sie bin. Vermutlich habe ich mich in ihr in einigen Teilen wiedergefunden. Die Spitzen gegen so viele sozialen Gefüge, gesellschaftlichen Normen, Berufsgruppen und das Gebaren so einiger Mitmenschen sind einfach urkomisch und total genial. Ich kann nachvollziehen, dass nicht jeder mit dem Buch klarkommt. Mir jedenfalls gefällt es und zwar sehr! Bestimmt können alle Samaras, Sams, Resas mich verstehen. Ein Buch für sie und mich. Fünf Sterne.
    Weiterleben

    Patrick Charnley
    Weiterleben (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.09.2026

    Sanft, leise, zärtlich und doch so gewaltig!

    Seit Jago Trevarno einen Herzstillstand überlebte, bei dem er vierzig Minuten lang klinisch tot war, ist sein Leben komplett anders. Er hat mit den Folgeschäden zu kämpfen, die ihn langsam machen, alles überfordert ihn schnell. Sein Onkel Jacob nimmt ihn auf seinem Hof auf, auf dem die Zeit stillgestanden zu haben scheint. Kein Strom, keine Verbindung zur Außenwelt, alles wie im vorletzten Jahrhundert. Hier könnte sich Jago in seinem eigenen Tempo erholen, doch Bill Sligo hat Pläne, die er um jeden Preis durchsetzen möchte und Jago muss ihn stoppen, um Jacob und sich zu retten.

    Das Buch ist sanft, still und leise, es ist aber vielleicht auch gerade deshalb so eindringlich und mächtig. Die Geschichte erdet, sie fokussiert auf den Moment und das, was wirklich zählt. Gerade in unserer über-technologisierten Welt ist das heilsam und wichtig. Jago entschleunigt den Leser mit seiner Art ungemein. Selbst die dramatischen, hochspannenden Momente erfahren eine Art Zeitlupe und können so noch deutlicher betrachtet, analysiert und gelöst werden. Für mich ist das große Kunst! Jacob sorgt zwischendurch sogar dafür, dass Jago sein Tempo nicht steigert, sondern Geduld an den Tag legt, egal was kommt.

    Man muss Jacob und Jago einfach lieben, ebenso ein paar der anderen Figuren. Stückchenweise erfährt man, wie Jago vor seiner Erkrankung war und lebte. Dadurch wird noch klarer, wie sehr seine Einschränkungen auch für ihn schwer zu ertragen sind. Das wird unterstrichen durch das große Ausholen, den großen Anlauf, den Jago bei seiner Erzählung nimmt. Ganz seiner Komfortzone entsprechend, im Hier und Jetzt zu sein, erzählt er seine Geschichte auch in der Gegenwartsform. So erlebt und spürt man die Story quasi in Echtzeit und besonders intensiv.

    Auch wenn das Ende weniger realistisch scheint, finde ich es stimmig und bin damit mehr als zufrieden. Wer weiß, vielleicht passiert ähnliches ja doch viel öfter, als wir je erfahren werden. Wichtig ist mir hier sowieso viel mehr, wie die Menschen in Cornwall zusammenhalten, wenn es nötig ist. Ohne darüber zu sprechen. Wie Jakob sich um seinen Neffen kümmert, obwohl er selbst nicht mehr der Jüngste ist und mit sich selbst und seiner Farm mehr als genug um die Ohren hat. Wie Granny Carne alles sieht, hört und versteht.

    Für mich war dieses Buch eine Umarmung, in der man heilt, sicher ist und mit der man gestärkt weitergeht. Fünf Sterne.
    Mit Christina durchs Jahr

    Christina Bauer
    Mit Christina durchs Jahr (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.09.2026

    Da ist alles beisammen!

    Und wieder ein traumhaft schönes Buch von Christina Bauer! Diesmal gibt es Back- und Kochrezepte für jede Jahreszeit. Auch speziell für Ostern, Muttertag und Weihnachten finden sich Rezepte. Der Schwierigkeitsgrad ist mal einfach, mal etwas anspruchsvoller, aber immer zu schaffen. Die Zutaten sind den Jahreszeiten entsprechend gut zu bekommen und nicht außergewöhnlich. Den ein oder anderen Ausdruck dafür muss man vielleicht erst im Kleinen Back- und Koch-ABC am Ende des Buches nachschlagen, denn es werden gelegentlich die in Österreich üblichen genutzt. Bei manchen gibt es aber auch tatsächlich kleine Unterschiede. So ist Topfen zwar Quark, aber wer im Kühlregal nachsieht und Topfen findet, sollte auch wirklich danach greifen!

    Der Aufbau der Rezepte ist wie immer bei Christina Bauer. Zu jedem Rezept bekommt man ein Foto, die benötigten Angaben zu Zeiten und Mengen, aber keine Nährwertangaben, die ich auch nicht vermisse. Neben der Zutatenliste findet man immer die Zubereitungsschritte, die knapp gehalten, aber gut verständlich geschrieben und übersichtlich gestaltet sind. Die Zutaten sind gut erhältlich und mit wenigen Ausnahmen oft schon im Standard-Vorrat zu Hause. Von schnellen und einfachen Rezepten bis zu zeitaufwendigeren und anspruchsvolleren Gerichten ist alles vorhanden. Doch auch Anfänger können mit den Rezepten arbeiten und sich nach und nach steigern. Zwischendurch sind Klassiker enthalten. Aber auch hier gibt es dann immer wieder neue Kniffe und Tipps. Beispielsweise backe ich schon seit Jahrzehnten Schneebällchen, aber erst Christina bringt mich auf die Idee, sie zu füllen!

    Die Bandbreite der Rezepte ist super abwechslungsreich. Von Suppen über Salate bis zu Hauptgerichten und Nachspeisen ist alles vorhanden, auch Kuchen, Torten und Kleingebäck wurden nicht vergessen und Brot, Brötchen und Co. werden auch nicht übergangen. Es gibt Rezepte mit und ohne Fleisch. Sogar ein Rezept für Eiscreme ist vorhanden! Ich bin rundum begeistert! Auch wenn dies nicht mein erstes Buch von Christina Bauer ist, überschneidet sich nichts. Für mich ist ein Print einfach schöner, als auf dem Blog zu suchen. Und man kann dieses Buch auch prima verschenken, denn hier finden Anfänger ebenso wie Fortgeschrittene tolle Rezepte. Ganz klare fünf Sterne.
    Koch! Mich! Jetzt!

    Leon Schreiber
    Koch! Mich! Jetzt! (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    09.09.2026

    Ran an den Herd statt Lieferdienst bestellen

    Beworben wird dieses Buch damit, dass es Rezepte bietet, die schnell und unkompliziert sind, für jeden Tag geeignet, mit einfachen Zutaten, stressfrei mit maximalem Geschmack. Je nach Anspruch trifft das alles auch mehr oder weniger zu. Insgesamt sehe ich dieses Buch jedoch mehr in Küchen von Anfängern und jungen Pärchen. Mir als altem Hasen bietet es wenig Überraschendes, dafür zu viele Zutaten, die ich persönlich nicht mag, als da wären Avocados und Fertigprodukte.

    Das Buch ist modern und versucht, die aktuellen Trends zu integrieren. Daher wird es wohl eher wenig Chancen auf einen Platz bei den Klassikern der Kochbücher haben. Schön dagegen ist, dass es bei jedem Rezept ein Foto gibt. Das ist mir immer ganz wichtig. Schließlich möchte ich mich nicht überraschen lassen, sondern vorab sehen, was ich da kochen werde.

    Der Aufbau der Rezepte ist klar und strukturiert. Kein unnötiger Dekokram, einfach nur die Zutatenliste in einem Kasten und darunter die Arbeitsschritte, sauber getrennt, nummeriert und knackig kurz gehalten. Auf die Angabe der Nährwerte wurde verzichtet. Die Zutaten sind gut zu bekommen, definitiv, allerdings bin ich immer etwas enttäuscht, wenn mit Fertigprodukten gearbeitet wird. Auch mag ich keinen Schmelzkäse. Mir sind natürlichere, unverarbeitete Zutaten wichtig.

    Die Rezepte sind in die Kapitel 15-Minuten-Feuerwerk; Ofen an und fertig; Bowls und Feelgood-Greens; Snacks und Soulfood; Meal Prep und Easy für morgen; Sweet und Easy unterteilt. Direkt im Anschluss gibt es vier Menü-Vorschläge aus den Rezepten. Sortiert nach Fleisch, Fisch oder vegan, vegetarisch sind die Rezepte nicht, auch nicht besonders entsprechend markiert.

    Das Buch spricht besonders die Generation an, die Influencern folgt. Auch hier ist der Autor im Nebenjob Influencer. Leon Schreiber bringt mit seinen Rezepten diese Generation ans Kochen heran. Keine schlechte Sache. Vier Sterne!
    Einfach & köstlich - Das Kochbuch

    Br Wdr & Swr
    Einfach & köstlich - Das Kochbuch (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    07.09.2026

    Viele Köche verderben nicht immer den Brei!

    Mein Mann und ich sehen sehr gern gemeinsam Kochsendungen. Einfach & Köstlich sticht dabei durch die Gastgeber und ihre Gäste heraus. Alle sind sie Profiköche, dennoch wird in jeder Sendung gezeigt, dass auch die einfachen Gerichte großen Genuss bereiten. Besonders gefällt mir immer das kleine Extra mit der Verwertung von fünf der übriggebliebenen Produkte für ein weiteres Gericht oder einen Nachtisch aus dem Stehgreif.

    In den drei Kapiteln Kleine Gerichte; Hauptgerichte; Desserts stellen die drei Gastgeber Björn Freitag, Alexander Herrmann und Sören Anders jeweils mit ihren Gästen die Rezepte vor. Diese sind weder nach Fleisch, Fisch, vegetarisch sortiert noch entsprechend gekennzeichnet. Auch Nährwertangaben gibt es keine. Die Zutaten sind in diesem Buch zum Teil ein wenig ausgefallen, hat man nicht zwingend schon im Vorrat, besonders bei den Gewürzen. Doch man bekommt sie in den Supermärkten ohne Probleme.

    Die Zutaten sind sauber nach Komponente des Rezepts gelistet. Daneben stehen die Zubereitungsschritte, ebenfalls nach Komponente aufgeführt. Hier hätte mir anstelle des Fließtextes besser gefallen, wenn sie klarer getrennt wären. Das ist für mich übersichtlicher und beim Nachkochen leichter zu lesen. Schön dagegen sind die eingestreuten und gut gekennzeichneten Tipps, die immer mal wieder auftauchen. Auch gut gefällt mir die Angabe besonderer benötigter Utensilien. So ist man definitiv gut vorbereitet, wenn man, was immer ratsam ist, das Rezept vor dem Kochen gut durchliest und alles, was benötigt wird, griffbereit aufstellt. Die Krönung ist jeweils das sehr appetitanregende Foto des Gerichts!

    Ein Highlight für mich ist der Drachenfüßler! Damit macht man Kinder glücklich! Doch auch unter den anderen Rezepten finden sich tolle Varianten und besondere Kniffe, die mich ansprechen und vermeintliche Klassiker toll aufpeppen und moderner machen. Allerdings haben sich auch ein paar aufwändigere Rezepte eingeschlichen. Tortelloni sind meiner Meinung nach schon eine größere Arbeit und nicht wirklich einfach. In meinen Augen ist dieses Buch besonders interessant, die nicht ganz neu in der Küche sind und gerne experimentieren. Ein schönes Geschenk für sich selbst oder andere. Vier Sterne!
    Super Easy Sauerteig

    Marcel Paa
    Super Easy Sauerteig (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    03.09.2026

    Köstliche Brote mit Sauerteig

    Dieses Buch liefert geballtes Wissen rund um Sauerteig. Die Rezepte sind für Brote. Süßes Gebäck findet sich hier nicht. Neben einer gut beschriebenen und bebilderten Anleitung für das Ansetzen und Pflegen eines Sauerteiges gibt es auch jede Menge Theorieunterricht. Dieser ist, was mir sehr gut gefällt, am Ende des Buches angesiedelt.

    Eines gleich vorweg! Es liegt definitiv nicht an der Anleitung von Marcel Paa, aber ich stelle erneut fest, dass Sauerteig und ich keine Freunde werden. Ich schaffe es nicht, den Sauerteig regelmäßig zu füttern. Also muss ich beim Trockensauerteig bleiben. Dennoch kann ich mit den Rezepten wunderbar arbeiten und habe mein Brot-Repertoire enorm erweitert!

    In den Kapiteln zur Theorie gibt es einige QR-Codes, mit denen man noch mehr Infos erhält. Die Rezepte liefern alle wichtigen Daten. Auf die Angabe von Nährwerten wurde verzichtet. Aufgelistet werden Zeiten für Stockgare, Stückgare, Backdauer. Natürlich wird auch die verwendete Temperatur erwähnt. Es folgen die Zutaten, ein kleiner Text zum Rezept und die gut verständlichen Arbeitsschritte, die recht oft noch zusätzlich toll bebildert sind. Hier hätte es mir sehr gefallen, wenn die Nummern der Fotos in den Arbeitsschritten auftauchen würden. Sehr schöne Fotos des fertigen Brotes stehen jedem Rezept vor. Diese sind unterteilt in die Kapitel Für Einsteiger – ohne Kneten; Klassiker, Traditionelles und Allrounder; Deep Dive – Für Fortgeschrittene; Mehr als nur Brot – Diverses aus Sauerteig. Das Fachwortregister befindet sich, ebenso wie die Rezepte von A bis Z am Ende des Buches.

    Insgesamt ein tolles Buch, das trotz tollem Theorieteil nur bedingt für Anfänger geeignet ist. Ein wenig Erfahrung mit dem Brotbacken erleichtert es enorm, die Rezepte zu verstehen und umsetzen zu können. Die Handgriffe erfordern schon eine gewisse Übung. Alles in allem gebe ich daher vier Sterne.
    Harry Potter Magic Sweets - Das offizielle Backbuch

    Veronica Hinke
    Harry Potter Magic Sweets - Das offizielle Backbuch (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    03.09.2026

    Rezepte aus Hogwarts und dem Honigtopf

    Wer gerne Motto-Partys macht und noch dazu Potterhead ist, wird dieses Buch schlicht und ergreifend haben müssen! Es sind zauberhafte Ideen umgesetzt worden, die Augen und Gaumen verwöhnen. Allerdings benötigt man Übung, Können und Geduld! Teilweise sind auch die erforderlichen Utensilien etwas schwierig zu bekommen und etwas kostenintensiv, beispielsweise die Formen für Federn, Würmer und Frösche.
    Die Zutaten sind relativ unspektakulär. Ab und an schleicht sich etwas ein, das ich bei uns nicht ganz so leicht finden konnte, z.B. Kirschextrakt. Hin und wieder kommt Alkohol ins Spiel. Das ist natürlich für Kids nicht geeignet. Teilweise wird es jedoch aufwändig. Man benötigt beispielsweise viele verschiedene Lebensmittelfarben und viele Farben beim Dekorzucker.
    Schade finde ich, dass es nicht zu jedem Rezept auch ein Foto der Leckerei gibt. Dafür sind Fotos aus den Potter-Filmen eingefügt. Das ist nice, aber nicht zielführend. Rezepte ohne Foto locken mich selten, sie nachzumachen. Schön dagegen sind die kleinen Texte, die auf die Rezepte einstimmen.
    Die Rezepte selbst sind super fantasievoll ausgewählt. Hier isst das Auge definitiv mit. Man ist auf der Stelle in Hogwarts! Da lohnt sich der Aufwand absolut!
    Die Zutaten sind gut übersichtlich nach den einzelnen Komponenten der Rezepte gelistet und es wird auch aufgeführt, was man an Utensilien neben den üblichen benötigt. Alle Arbeitsschritte sind ausführlich erklärt und beschrieben, ebenfalls sauber nach Komponenten aufgeführt. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll mit dem Nacharbeiten. Die sechs Kapitel Bonbons & Konfekt; Gebäck; Torten & Kuchen; Pies, Tartes & süße Saucen; Drinks & Eis; Köstliches mit Butterbier lassen ins Schwärmen geraten und machen Lust auf Süßes!
    Das Register ist nach Zutaten sortiert. Das ist gut so, denn die Bezeichnungen der Rezepte sind doch super fantasievoll gewählt! Da kann man aber auch im Inhaltsverzeichnis am Anfang des Buches nachschlagen.
    Das Buch ist definitiv nichts für Anfänger, aber der Hit für Potterheads und alle, die gern kreative Kunstwerke zaubern und natürlich für alle, die gerne Mottopartys feiern und fleißige Helfer haben, um sie vorzubereiten. Vier Sterne!
    Ein Jahr in Japan

    Mikankey
    Ein Jahr in Japan (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.08.2026

    Tolles Ausmalbuch!

    In diesem Ausmalbuch gibt es sooooo viel zu entdecken! Große und kleine Bilder, in den Bildern viele besondere Details, Bilder, die Geschichten erzählen, Bilder, die Objekte, Tiere oder Pflanzen in diversen Ausführungen zeigen, Bilder, die fast schon eine Tapete sein könnten und noch viel mehr. Man könnte sogar sagen, dass viele der Bilder Wimmelbilder sein könnten!
    Es gibt kleine Flächen, sodass man gute Augen und ruhige Hände braucht und natürlich Stifte mit dünnen Spitzen. Das Papier ist dick genug, dass es nicht so leicht durchblutet, dennoch sollte man die Stifte besser immer an einer Stelle erst mal testen, da die Seiten beidseitig bedruckt sind. Zum Heraustrennen und aufhängen wäre es schöner, sie wären nur einseitig bedruckt.
    Das Ausmalen entspannt wunderbar und lädt die Gedanken ein, auf eine Reise zu gehen. Je bunter, desto besser, ganz wie Japan! Ich gebe vier Sterne!
    Schascha und der Buchspazierer

    Carsten Sebastian Henn
    Schascha und der Buchspazierer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.08.2026

    Von Büchern und Freundschaft

    Die kleine Schascha sieht jeden Tag einen alten Mann über den Münsterplatz gehen. Sie will ihn unbedingt bald mal begleiten und sehen, wem er die Bücher in seinem Rucksack bringt. Ihre Mutter ist gestorben und sie lebt mit ihrem Vater, der hart und viel arbeitet. Er mag es nicht, wenn Schascha unterwegs ist. Doch sie möchte unbedingt ihren Plan umsetzen.

    Die Geschichte ist zauberhaft! Die eine oder andere Stelle dürfte etwas schwierig für Kinder in der Zielgruppe sein, doch das Leben ist nicht immer fröhlich und lustig. Insofern ist es eigentlich ganz gut, wenn diese Themen in einem so schönen Buch aufgegriffen werden. Die Illustrationen von Annelie Schulze passen perfekt zu den Texten und geben allen Figuren liebevoll ein Aussehen. So wird das Lesen wunderschön unterstützt.

    Ganz klar, Schascha ist ein außergewöhnliches Mädchen. Fast ein bisschen eine moderne Pippi Langstrumpf. Allerdings ist sie realistischer angelegt. Sie hat die ganz normalen Probleme eines Kindes im Grundschulalter und dazu ein riesengroßes Herz. Der Buchspazierer, dessen Name Carl Kollhoff ist, gibt den Menschen Namen von Figuren aus Büchern. Das macht auf diese Bücher neugierig, wenn man sie noch nicht kennt. Kennt man sie, muss man schmunzeln. Die Zielgruppe wird die meisten Figuren kaum kennen, dennoch werden sie den Sinn verstehen.

    Die Problematiken, die mit den Buch-Empfängern, den Kunden von Carl Kollhoff, angesprochen werden, sind vielseitig und zeigen den Kids, dass kaum jemand im Leben ohne Probleme ist und auch, dass man sie alle lösen kann, wenn man Hilfe sucht und findet. Auch zeigt die Geschichte, dass es völlig okay ist, anders zu sein, solange es sich in einem gewissen Rahmen bewegt. Genauso wird gezeigt, dass ein wichtiger Schritt bei Fehlern ist, sich zu entschuldigen. Und die schönste Botschaft ist, dass man gemeinsam weiter kommt und so gut wie alles schafft!

    Dies ist ein echtes Herzensbuch. Fünf Sterne!
    Siesta mit Elvis

    S. Sagenroth
    Siesta mit Elvis (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.08.2026

    Theater in Koblenz

    Sommer, Sonne, gute Laune, und dann sitzt vor dem Spanier in Koblenz doch glatt ein Toter! Und noch dazu taucht ein herrenloser Hund auf. Ein Hund! Ganz klar, dass Elvis und seine Freunde da aktiv werden müssen!

    Dies ist der dritte Koblenz-Krimi mit Kater Elvis und ich hatte extrem viel Spaß beim Lesen! Hier trifft Spannung auf Humor, gewürzt mit einer Portion Sozialkritik. Dennoch wird niemals der Finger mahnend erhoben, sondern mit Charme und Witz auf das Problem aufmerksam gemacht. Zudem bekommt das Seelchen auch die Dosis ausgleichende Gerechtigkeit, die wieder an das Gute im Menschen glauben lässt.

    Der Fall selbst ist verzwickt und die Ermittlungen der Katzenbande daher voller Überraschungen. Hinzu kommen kluge Wendungen, die gleichzeitig dafür sorgen, dass der Leser bald gar nicht mehr weiß, wer denn der oder die Täter oder Täterin sein könnte. Die Interaktion der Tiere miteinander und auch zu den Menschen mag dem einen oder anderen etwas seltsam vorkommen, aber wer Katzen kennt und liebt, wird ganz oft zustimmend nicken beim Lesen! Auch Ferdinand, der Hund, ist trotz aller Widrigkeiten ein toller Höhepunkt der Story. So sehr, dass man ihn sich für weitere Elvis-Bücher ganz stark als Dauergast wünscht!

    Beim Auflösen durchleben unsere Katzenfreunde, vorneweg der schlaue Elvis, ganz besondere Abenteuer. Da bleibt nicht nur den Katzen die Spucke weg! Die Autorin hat wunderschön die Figuren der vorherigen Bände mehr oder weniger kurz eingebaut. Dabei hat sie ihnen ermöglicht, sich stimmig und realitätsnah weiterzuentwickeln. Das ist exzellent gelungen und macht beim Lesen besonders viel Spaß.

    Wer schon mal in Koblenz war, wird gedanklich eine kleine Stadtrundreise machen können. Mich freut ganz besonders, dass es auch diesmal wieder Rezepte am Ende des Buches gibt. Sogar eins für verwöhnte Katzengaumen! Und ganz prima ist, dass dieser Krimi auch schon Kids ab 12 begeistern kann. Somit ist es Unterhaltung für Groß und Klein.

    Man hat es wohl schon erkannt, ich bin von diesem Cozy-Crime mit tierisch guter Besetzung rundum begeistert. Leichte Lektüre, die auch schwere Themen anspricht und Social Media und soziale Bindungen von einer anderen Seite beleuchtet. Dickes Lob und ganz klare fünf Sterne!
    Kartoffelschätze

    Genevieve Wiehe
    Kartoffelschätze (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.08.2026

    Die goldene Knolle in Hochform!

    Kartoffeln in jeder Form könnte ich jeden Tag essen. Da kommt mir ein neues Buch, das Rezepte rund um die geniale Knolle präsentiert, natürlich genau richtig, zumal hier besonders schön gezeigt wird, dass sie alles ist, nur nicht langweilig. Ich erinnere mich nur zu gut daran, dass wir in der Grundschule einfach alles von der Kartoffel lernten, sie und ihre Einzelteile regelrecht studiert hatten und sie sogar zeichnen mussten. Vielleicht wurde damals trotz allem meine Liebe zu diesem Nahrungsmittel geweckt. Und obwohl das damals langweilig war, finde ich es sehr schön, dass Genevieve Wiehe vor dem eigentlichen Rezeptteil noch eine kleine Sachkundeeinheit gestellt hat.

    Die Rezepte sind in die Jahreszeiten unterteilt. Es finden sich Klassiker und neue Ideen gleichermaßen, wobei alle Rezepte von einem aussagekräftigen Foto begleitet werden. Das ist mir wichtiger als Nährwertangaben, die hier auch gar nicht erwähnt werden. Es finden sich Zubereitungszeit, Backzeit, Menge, Zutatenlisten, Zubereitungsanweisung und gelegentlich ein extra Tipp. Die Zutaten sind bodenständig, nicht exotisch, und leicht aufzutreiben. Beim Blätterteig wird ein Fertigprodukt verwendet. Das ist etwas schade, denn die wenigsten Blätterteige aus der Kühlung sind mit Butter gemacht und quasi bewusst vegan gehalten. Mit Butter-Blätterteig schmeckt aber alles total anders und viel besser!

    Das Rezeptverzeichnis am Ende des Buches ist in meinen Augen nicht so wirklich gelungen. Es ist alphabetisch und man muss schon noch genau wissen, wie das Gericht heißt, das man sucht. Besser gefunden hätte ich es, wenn die Rezepte nach Zutaten aufgeführt worden wären. Doch das ist Jammern auf hohem Niveau! In Ruhe durchblättern und Lieblingsrezepte mit Pagemarkern hervorheben gehört für mich sowieso dazu.

    Bei den Rezepten, bei denen Zutaten verwendet werden, die ich nicht mag, ist es sehr leicht, diese Zutaten auszutauschen oder auch wegzulassen. Hier kann man mutig und kreativ sein. Der Gaumen wird die Gerichte auf alle Fälle feiern! Geeignet sind die Rezepte auch für geschickte Koch-Einsteiger. Wirklich schwer zu verstehen oder umzusetzen sind sie nicht, aber immer großartig im Geschmack. Von Snacks über Alltagsgerichte bis zu festlichen Gerichten ist alles vorhanden. Für einen Kartoffel-Fan wie mich ist dieses Buch ein echter Hit. Fünf Sterne!
    Die Nachbarin. Lass sie nicht in dein Haus.

    Nova Winter
    Die Nachbarin. Lass sie nicht in dein Haus. (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.08.2026

    Gelungenes Psychospiel mit Knalleffekt

    Smilla und Jonas sind frisch in den Schwarzwald gezogen. Sie wollen nach Smillas überstandener Krebserkrankung komplett neu anfangen. Da gellt ein Schrei durch den Morgen. Smilla sieht im eiskalten See ein kleines Kind und rettet es, ohne zu überlegen. Dann geschehen zwei Dinge fast zeitgleich. Sie hat die unsinnige Gewissheit, dass dies ihr Kind ist. Und die Mutter des kleinen Jungen reagiert sehr schroff und aggressiv auf Smilla. Am nächsten Tag stellt sie fest, dass sie nebenan wohnt. Während Quentin Smilla überaus dankbar für die Rettung seines kleinen Moritz ist, bleibt Lou abweisend und verschlossen. Für Smilla wird die Situation immer unerträglicher.

    Durch weite Strecken der Story zieht sich ein gruseliges Gefühl, weil man einfach nicht weiß, warum Lou so handelt. Bald fragt man sich, was mit Smilla nicht stimmt, denn sie erlebt immer wieder Situationen, die nicht der Realität entsprechen können. Schon der Gedanke und das Gefühl, dass Moritz ihr Kind ist, lässt sie selbst an ihrer Verfassung zweifeln. Sie hat nie ein Kind geboren und möchte auch keine Kinder haben. Jonas dagegen ist ganz vernarrt in Moritz. Das wundert Smilla wenig, denn sein Kinderwunsch ist groß und der Grund für Spannungen in ihrer Ehe.

    Nach und nach kommen Dinge ans Licht, die den Spannungsbogen immer mehr erhöhen und das Rätsel noch größer machen. Smilla traut sich und keinem anderen mehr und das kann man bestens nachempfinden, weil es einem nicht anders ergeht. Nova Winter hat mit genialen Einfällen viele Wendungen in den Thriller integriert, die unvorhergesehen, aber stimmig sind. Sie lässt Smilla in immer neue unfassbare Situationen geraten. Smilla bekommt seltsame Nachrichten, entdeckt Unfassbares, muss an ihrem Mann erschreckende Veränderungen wahrnehmen und traut ihren eigenen Sinnen nicht mehr.

    Die Figuren sind nicht überzeichnet. Man darf und kann sie sich gut vorstellen und hat ständig einen Film im Kopf. Bei mir kam schnell eine Abwehrhaltung auf. Ich habe echt niemandem mehr Gutes zugetraut! Man wird geradezu durch den Thriller gehetzt und kann keine Pause einlegen. Das nennt man dann wohl Sogwirkung! Die Auflösung ist der Hammer und kommt mit einem frechen, genialen Knalleffekt um die Ecke. Anne Düe hat das Buch perfekt eingelesen und den Figuren eigene Stimmen gegeben. Einen kleinen Abzug nehme ich vor, weil manche Szenen besser ausgebaut hätten werden sollen, müssen, können und gewisse Punkte zu oberflächlich abgetan worden sind. Dennoch strahlen hier vier Sterne besonders hell!
    Alles ihre Schuld

    Andrea Mara
    Alles ihre Schuld (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.08.2026

    Thriller der Extraklasse!

    Marissa will ihren vierjährigen Sohn Milo vom Playdate abholen. Doch an der Adresse, die sie hat, scheint falsch zu sein. Hier gibt es weder eine Jenny, noch Milo, auch kein Kindermädchen. Eine fieberhafte Suche beginnt. Immer mehr Spuren führen ins Leere und die Idylle im Dubliner Vorort gerät ins Wanken. Dann kommen immer mehr abgründige Geheimnisse ans Licht.

    Nora Schulte liest diesen Thriller genial ein. Sie erhöht die von der ersten Minute an vorhandene Spannung gekonnt um ein Vielfaches. Sie gibt den Figuren eigene Stimmen und füllt die von Andrea Mara sehr gut vorgezeichneten Bilder klasse aus.

    Durch die Beschreibungen kann man sich die Örtlichkeiten und Figuren perfekt vorstellen. Die Frauen und Männer haben alle ihre Schwächen und schlechten Seiten. Auf die guten Seiten wird kaum eingegangen, sodass dies schon allein für Spannung und Anspannung sorgt. Schnell hat man das Gefühl, gar niemandem trauen zu können und Marissa zur Seite stehen zu müssen, um sie zu beschützen.

    Der Aufbau ist genial gelungen. Immer mehr kommt zum Vorschein, die Spannung steigt dadurch ständig noch mehr. Es ist, als würde man eins dieser Pakete öffnen, das in immer mehr Schachteln und Folien verpackt ist, man glaubt, man hat es jetzt endlich geschafft und dann ist doch wieder eine weitere Hülle zu entfernen. Eine Spur führt zur nächsten und doch bleibt die Lösung gerade so außer Reichweite. Quasi jede einzelne Figur, alle Nachbarn und Bekannten, jedes Kindermädchen, alle Eltern von Mitschülern legt ein auffälliges Verhalten an den Tag. Vielleicht geht mir das alles so an die Nieren, weil ich Milo unbedingt gesund und munter bei seiner Mutter wissen möchte. Kinder und Tiere sind eben immer Garanten für Erfolg.

    Es gibt wahnsinnig viele Wendungen, aber die Auflösung ist der Hammer! Erwarten kann man das so definitiv nicht. Man wird überrascht und schockiert. Doch damit nicht genug, die Autorin setzt auch da noch einen drauf! Ein Grund, mehr von ihr zu lesen. Dies ist tatsächlich eins der Bücher, die man echt unbedingt lesen oder hören sollte, wenn man Thriller mag! Fünf Sterne!
    Perfect Little Monsters

    Cindy R. X. He
    Perfect Little Monsters (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.08.2026

    Highschool-Thriller

    Dawn ist auf einer neuen Schule. Sie versucht, unterm Radar zu bleiben. Und neu anzufangen. Ein Unfall hat das Leben ihrer Familie komplett verändert. Nach einer Party ist eins der Mädchen aus der Clique tot, ermordet. Dawn fängt an, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Dabei wird schnell klar, dass alles noch viel schlimmer ist, als alle dachten.

    Zunächst hat mich die Rückblende zu Hannah komplett aus dem Fluss gebracht. Ich wusste nicht so recht, was ich davon halten sollte. Dann wurde schnell klar, dass Hannahs Geschichte einen großen Part der Story ausmachen wird. Ein paar Kleinigkeiten in den Abschnitten haben mich etwas gestört und gebremst. Am Ende hat sich das dann aufgeklärt.

    Das Cliquen-Verhalten der Cheerleaderinnen ist komplett klischeehaft. Es gibt die arroganten, gutaussehenden Teenager mit ihrer Gefolgschaft und natürlich den Gegenpol dazu, die langweiligen, unscheinbaren Nerds. Ella ist die Schönste und Böseste und genau sie wird ermordet. Klar, dass sie viele verärgert hat, auch unter ihren vermeintlichen Freundinnen. Dawn beginnt vorsichtig, unbequeme Fragen zu stellen.

    Da dies ein Jugendpsychothriller ist, muss ich vermutlich meine Anforderungen an vieles, was mir bei Thrillern wichtig ist, etwas herunterschrauben. Allerdings bin ich der Meinung, auch die Zielgruppe im Bereich der 14-25jährigen wird dieses Schwarz-Weiß-Denken und die vielen Klischees etwas überzogen finden und mehr Anspruch erwarten.

    Die mehr oder weniger deutlich dargestellten Themen gerade im Bereich soziales Umfeld, Schule, Mobbing kennt jeder und es ist immer wichtig, darüber zu reden. Die Story hat das Potenzial, darauf aufmerksam zu machen und zu zeigen, wie schlimm die Folgen sein können und wie verletzend. Auch, dass es sich immer lohnt, sich gegen solche Aktionen zu stellen, auch wenn das Mut erfordert.

    Der Spannungsbogen ist durchgehend vorhanden. Einige Szenen könnten verstörend wirken und triggern. Gleichzeitig können andere Szenen helfen, dass der Umgang von Jugendlichen untereinander weniger konkurrenzorientiert und mehr gemeinschaftlich abläuft.

    Wie aufgedeckt wird, was wirklich geschehen ist, ist gut gemacht und super spannend. Der überraschende Plottwist haut richtig um und lässt die Spannung um einige Oktaven steigen! Die kleinen Schwächen muss ich abziehen, bleiben aber vier helle Sterne!
    Ms Atkins und die Bibliothek der Träume

    Vanessa Göcking
    Ms Atkins und die Bibliothek der Träume (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.08.2026

    Märchenhaft

    Amanda Atkins hat sich weitgehend von allen sozialen Kontakten zurückgezogen. Sie geht arbeiten, hat ihre Routinen und gönnt sich freitags den Besuch der Bibliothek. Eines Tages ist die Bibliothekarin nicht mehr da, dafür eine Vertretung, ein Schüler, der ihr einen geheimen Leseraum zeigt. Ms Atkins ist durch die Änderung ihrer Routine etwas mürrisch, doch nach und nach lässt sie sich immer mehr auf diesen neuen, wunderbaren und doch auch erschreckenden Ort ein. Und dann bleibt ihr nichts anderes übrig, als mit Xiao Mei, Robert und Henry zusammen das Rätsel um die verschlossene Tür zu lösen.

    Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, aber auch ein wenig so, als würde sie die Story einem Kind erzählen. Ich empfand den Stil passend für ein Kinder- oder Jugendbuch, weniger typisch für ein Buch für Erwachsene. Die Geschichte selbst ist sanft und ruhig. Hin und wieder geschehen Dinge, die nicht wirklich schön sind und möglicher Weise fühlen sich manche Menschen hier arg getriggert. Es kommen Szenen häuslicher Gewalt vor, auch werden Schuldgefühle behandelt und Einsamkeit, Verlorenheit, verletzte Gefühle, Unsicherheit von Adoptivkindern und einiges mehr. Das ist natürlich nicht wirklich typisch für Kinder- und Jugendbücher, rüttelt aber definitiv auch auf.

    Die Figuren sind einzigartig, kein bisschen stereotyp. Ein bisschen klischeehaft möglicherweise, aber nicht zu sehr. Man hat sie direkt vor Augen, von der etwas steifen Ms Atkins über den netten Robert Joy und die unsichere Xiao Mei bis zum schüchternen Henry. Es ist spannend, die vier in ihre Träume und auf dem gemeinsamen Weg bei der Suche nach der Lösung für Ms Atkins‘ Problem zu begleiten. Für meinen Geschmack lässt Vanessa Göcking die Leser jedoch zu oft mit ihren Überlegungen alleine und geht hier und da nicht tief genug ins Thema. Das ist schade!

    Die Aufmachung des Buches ist auffallend liebevoll und detailreich. Die Kapitel sind recht kurz und lesen sich blitzschnell weg. Langweilig wird es nicht. Hier und da fand ich ein paar Stellen nicht ganz logisch, es fehlten mir immer mal wieder mehr oder weniger wichtige Informationen. Dennoch ist das Buch rundum zauberhaft und kurzweilig. Das Ende ist ganz anders, als erwartet und vielleicht etwas zu kurz geraten. Hier hätte das Potenzial gut noch weiter ausgenutzt werden können. Ein wenig wünscht man sich eine Fortsetzung, weshalb ich gerne vier Sterne vergebe.
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